Dicke Luft bei den Baselbieter Grünen

Der grüne Landrat Jürg Wiedemann unterstützt im Namen des Komitees «Starke Schule Baselland» die bürgerliche Regierungskandidatin Monika Gschwind. Damit löst er bei der eigenen Partei mehr als nur ein Kopfschütteln aus.

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Bildlegende: Jürg Wiedemann stösst mit seiner Wahlempfehlung die eigenen Leute vor den Kopf. Keystone

Die FDP- Regierungsratskandidatin Monica Gschwind soll in die Baselbieter Regierung einziehen. Diese Meinung vertritt der Grüne Landrat Jürg Wiedemann und stösst mit dieser Haltung die eigene Partei vor den Kopf.

Denn Jürg Wiedemann fällt damit dem eigenen Kandidaten, dem Bisherigen Isaac Reber in den Rücken. Monica Gschwind ist die direkte Konkurrentin des Grünen Isaac Reber, der um seine Wiederwahl kämpft.

Die Parteipräsidentin der Grünen, Florence Brenzikofer, distanziert sich darum auch von der Haltung von Jürg Wiedemann. «Herr Wiedemann ist aber eine Einzelperson in der Partei», ergänzt Florence Brenzikofer. Ob das Verhalten für Jürg Wiedemann parteiintern Konsequenzen hat, lässt die Parteipräsidentin im Moment aber völlig offen.

Nicht nur bei den Grünen, auch bei der SP stösst Wiedemanns Verhalten punktuell auf Unverständnis. Geschäftsführer Ruedi Brassel beispielsweise sagt: «Da ist jemand Opfer der eigenen Verbissenheit geworden.»

(Regionaljournal Basel, 12:03 Uhr)