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Das war der erste Tag ohne Fasnacht
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 02.03.2020.
abspielen. Laufzeit 03:35 Minuten.
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Fasnacht 2020 Kaum Fasnächtler am abgesagten Cortège

Nachdem um 4 Uhr trotz Verbots mehrere hundert Fasnächtler eine Art «Morgestraich» ohne Morgestraich durchführten, war man gespannt darauf, wieviele sich am Nachmittag auf der Strecke des abgesagten Cortège zeigen würden. Wie ein Augenschein unseres Reporters vor Ort zeigte, waren es im Vergleich zum Morgen nur ganz Wenige. Sie sassen meist bei einem Bier vor ihren Beizen und trugen es mit Fassung, dass «die drey scheenschte Dääg» wegen des Corona-Virus ins Wasser fallen. Manche nahmen es mit Galgenhumor. «Dann denke ich mir eben die Märsche,» sagte einer. Ein anderer glaubte, ein Anwalt habe eine Gesetzeslücke gefunden, wonach man doch trommeln und pfeifen dürfe. Doch das war ein Irrtum. Es blieb denn auch den ganzen Nachmittag über ziemlich ruhig. Zu vermuten ist, dass sich ein Teil des Fasnachtsgeschehen in die Wirtshäuser verlagert.

Beim Morgestraich war es so, dass viele ihre Märsche pfiffen und summten, auch den legendären «Morgestraich», der traditionsgemäss drei Mal durchgetrommelt und durchgepfiffen wird. Es zogen auch Cliquen singend durch die Innenstadt. Die meisten erschienen in ziviler Kleidung, ein paar zogen sich allerdings auch das Kostüm an, Larven waren hingegen kaum auszumachen, auch die Laternen fehlten. Wie unser Reporter berichtet, waren der Rümelinsplatz und der Spalenberg - die üblichen Hotspots am «Morgenstraich» - praktisch menschenleer.

Auch die Polizei war präsent. Sie hatte die Aufgabe, den «Morgestraich» nicht stattfinden zu lassen. Laut Toprak Yerguz, Sprecher der Basler Kantonspolizei, hat die Polizei keine Bussen verteilt. Sie sei allerdings aktiv auf grössere Gruppen und «Schyssdräggzygli» zugegangen und habe die Leute aufgefordert, nach Hause zu gehen. In den meisten Fällen sei das problemlos verlaufen.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Herr Graf, ein nicht Fasnächtler und nicht Basler kann das natürlich nicht verstehen!
    Und übrigens nicht diese "Morgenstreichler ja unter sich und infizieren sich," wenn überhaupt"? sich gegenseitig!
    Also lassen wir ihnen ihre "Freuden"!
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  • Kommentar von Josef Graf  (Josef Graf)
    Erschreckend ist, dass es Leute gibt, welche in der jetzigen Ausnahmesituation klare behördliche Anordnungen "in echt fasnächtlicher Manier nicht ernst ... nehmen" (freies Zitat nach Blatter Max). Zum Glück ist dies wenigstens nur ein ganz kleiner Anteil der Basler Fastnächtler/innen. Aber diese "wenigen" bzw. wohl über 1000 Personen verhalten sich mit ihrer Aktion rücksichtslos und egoistisch. Dabei ist jetzt Solidarität gefragt, nicht Eigenbrötlerei.
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    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Naja, wenigstens haben sie neben Donald Trump noch ein weiteres Fasnachtssujet
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    2. Antwort von Stefan Renevey  (weissdassichnichtsweiss)
      Tja, es gibt eben Menschen, die Aktionen hinterfragen. Und die gehen dann an die Fastnacht. Nur weil Sie dazu nicht bereit sind, zudem in Aktionismus wegen eines Grippe ähnlichen Virus verfallen und sich vorführen lassen müssen das doch nicht alle tun?!
      Gehen Sie in sich. Fragen Sie sich, wozu dieser Hype dienen soll.
      Die zeche zahlen in jedem Fall Sie und ich.
      Wetten, dass in Kürze ein Gegenmittel, auf dem Markt ist, dass wir teuer bezahlen? Plus die Verknappung von allen Medikamenten!
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    3. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Herr Renevey, Sie wollen doch nicht im Ernst behaupten, dass die X-tausende daheim gebliebenen Fastnächtler/innen denkfaul oder dumm sind und nichts hinterfragen. Wenn Ihre Argumentation stimmen würde, hätte es nämlich mehrere tausende Leute am illegalen Morgestraich haben müssen. Und ich zahle gerne die "Zeche" mit, wenn sie der Volksgesundheit dient. Das nennt man übrigens Solidarität. Solidarität ist auch das Einhalten von (not-)rechtlichen Vorschriften, die einem persönlich nicht passen.
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    4. Antwort von Stefan Renevey  (weissdassichnichtsweiss)
      Ich behaupte gar nichts. Ich sag nur meine Meinung.
      Wenn Sie von der Echtheit, resp, der Eigendynamik dieses Szenarios überzeugt sind, ist das Ihre Sache. Es gibt Menschen, die sehen das anders.
      Heutzutage passiert nix mehr weltweit ohne Ziel, (ev. Naturkatastrophen) was nicht irgendwem Kohle bringt.
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  • Kommentar von kurt trionfini  (kt)
    Liebe wir- lassen- uns- die- Fasnacht- nicht- verbieten- Pfeiffer und Trommler: Wie toll war es denn wirklich? Könnte es sein, dass ihr eurer Goschtüm mittlerweile still und leise abgelegt habt; Hm?
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