FC Basel peilt mit vielen Neuzugängen den 20. Meistertitel an

Am Sonntag startet der FC Basel in die neue Saison. Nach einer harzigen Vorbereitung empfängt er im St. Jakob-Park den FC Sion. Schwachstellen finden sich vor allem noch in der Abwehr: In sechs Testspielen erhielt der FC Basel 16 Gegentore.

«Wir sind bereit für die Saison», sagte Urs Fischer am Donnerstag an einer Medienkonferenz. Die Bilanz aus den sechs Testspielen während der Vorbereitungsphase fällt allerdings mager aus: Vier Niederlagen, zwei Unentschieden, 16 Gegentore. «Gerne hätten wir natürlich auch das eine oder andere Testspiel gewonnen», sagt denn auch Fischer.

Von einem vorsichtigen Saisonstart will der FCB-Trainer jedoch nichts wissen, trotz den vielen Gegentoren in den Testspielen: «In der Defensive müssen wir uns noch geschickter verhalten, aber wir werden klar nach vorne spielen», sagt Fischer. Und: «Wir wollen unberechenbarer werden», kündet dieser an.

Dass die Mannschaft - und speziell die Verteidigung - noch nicht richtig eingespielt scheint, dürfte auch an den vielen Neuzugängen liegen: Nicht weniger als neun Spieler hat der FC Basel in der Sommerpause neu verpflichtet. Unter ihnen der ex-YB-Stürmer Seydou Doumbia, der leihweise von der AS Roma nach Basel wechselt, und Rückkehrer Serey Dié. «Serey Diés grösste Stärke ist wohl sein Engagement, mit dem er die Mannschaft immer wieder antreibt», sagt Urs Fischer, «er ist immer bereit, das Letzte zu geben.» Der Ivorer kehrt nach einem Wechsel zum VfB Stuttgart im Winter 2015 nach Basel zurück.

Der zweite Stern ist greifbar

Etwa 16 Millionen Franken dürfte der FC Basel in der Sommerpause für seine neuen Spieler ausgegeben haben, etwa die Hälfte der Einnahmen durch den Verkauf von Breel Embolo. Dass nach dieser Einkaufstour die Super League Saison 2016 den letzten Rest an Spannung verliert, will Sportchef Georg Heitz nicht gelten lassen: «Wir reden immer noch von einem Spiel - und in einem Spiel ist alles möglich.»

Erklärtes Ziel des FC Basel ist auch dieses Jahr der Meistertitel. Es wäre der achte in Serie. Und weil es der 20. wäre, müsste gar das FCB-Logo erweitert werden: «Ein zweiter Stern sieht immer gut aus», sagt Urs Fischer.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)