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Folge von Millionenverlust Die Messe Schweiz wird wohl Hallen abstossen

Die Messe Schweiz kämpft nach den Turbulenzen mit der Baselworld mit finanziellen Problemen. Das dürfte nun Folgen haben. Ulrich Vischer, der Präsident des Verwaltungsrats Messe Schweiz, spricht davon, einige Hallen abzustossen.

Legende: Video Publikumsmessen kommen aus der Mode abspielen. Laufzeit 00:59 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 04.09.2018.

Noch sei nichts definitiv, aber man könne durchaus auf Hallen verzichten. Das dies in nächster Zeit noch passiere, sei «nicht unrealistisch», sagt Ulrich Vischer, der Präsident des Verwaltungsrates der Messe Schweiz. Diese Überlegungen der Messe sind Folgen der momentan Probleme:

  • Die Messebetreiberin MCH hat im ersten Halbjahr weniger verdient als im Vorjahr. Grund dafür ist vor allem die geschrumpfte Uhren- und Schmuckmesse Baselworld.
  • Für das Gesamtjahr geht MCH von einem Verlust in bis zu dreistelliger Millionenhöhe aus.
  • Die Gruppe geht davon aus, dass eine weitere Wertberichtigung für die Messehallen in Basel getätigt werden muss

Die MCH Group hat im ersten Halbjahr trotz deutlich kleinerer Baselworld den Betriebsertrag auf 356 Millionen Franken gesteigert nach 305 Millionen Franken im Vorjahr, wie die MCH Group am Dienstag mitteilte. Der Grund dafür sei der günstige Messezyklus in diesem Jahr. So fand in diesem Frühling die Baumesse Swissbau statt.

Mit der Umsatzentwicklung nicht mithalten konnten jedoch die Gewinnzahlen. Der Konzerngewinn reduzierte sich um 17 Prozent. Dies ist auf die Baselworld zurückzuführen. Die Auswirkungen der Absage des grössten Ausstellers Swatch sind darin jedoch noch nicht enthalten. Diese werden jedoch im zweiten Halbjahr zu einem Verlust führen.

Weitere Wertberichtigung erwartet

Die Gruppe geht nämlich davon aus, dass eine weitere Wertberichtigung für die Messehallen in Basel getätigt werden muss. Schon 2017 musste die MCH aufgrund des Bedeutungsverlusts von Baselworld über 100 Millionen Franken auf ihrem Messegebäude abschreiben.

MCH erwartet aus diesen Gründen für das Gesamtjahr einen Verlust vor Sonderabschreibungen im einstelligen Millionenbereich. Inklusive Wertberichtigung rechnet die Gruppe mit einem Jahresverlust in bis zu dreistelliger Millionenhöhe.

Neuer Interims-Chef

Mit den Halbjahreszahlen meldet das Unternehmen auch die Wahl eines neuen Interim-Chefs. Der Verwaltungsrat hat per 4. September 2018 Hans-Kristian Hoejsgaard zum interimistischen CEO der MCH Group gewählt. Er wird diese Funktion bis zur definitiven Neubesetzung der operativen Leitung ausüben.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    An wen will man denn diese Hallen verkaufen und zu welchem Zweck? Dass im Zuge dieses Grössenwahns das Alte Warteck und die Beizenzeile platt gemacht wurden und nun durch einen hässlichen Turm ersetzt werden,gehört auf die gleiche Liste der Versager.Einige davon sind auch beim FCB involviert.Der Daigg beginnt zu stinken.
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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Hoch gepokert und tief geflogen. Ein Denkzettel der nötig war. Vielleicht werden jetzt lehren daraus gezogen.
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