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Freie Strasse Einmalige Aktion für die Basler Weihnachtsbeleuchtung

Die Heiligen Drei Könige, die traditionsgemäss in der Vorweihnachtszeit in der Innenstadt stehen, sammelten in den vergangenen Wochen Geld für die Lichter in der Freien Strasse. Es bleibt bei dieser Aktion, nächstes Jahr wird wieder für einen sozialen Zweck gesammelt.

Legende: Audio Sammelaktion für Weihnachtsbeleuchtung abspielen. Laufzeit 02:30 Minuten.
02:30 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 04.01.2019.

In der Adventszeit sammeln in der Basler Innenstadt jeweils drei als Heilige Könige verkleidete Rotarier Geld für einen sozialen Zweck. Dass sie dieses Mal für die Weihnachtsbeleuchtung sammelten statt für Krebskranke, sei nicht bei allen Rotariern gut angekommen, sagt Felix Rudolf von Rohr.

Rudolf von Rohr ist selbst Rotarier und stand in der Adventszeit als König in der Freien Strasse. «Tatsächlich haben einige von uns etwas gestutzt und es hat auch Kritik gegeben, dass wir für die Weihnachtsbeleuchtung sammeln. Aber wir haben miteinander geredet und am Schluss fanden es alle gut.»

In gewisser Weise sozial

Die Spenderinnen und Spender hätten wohl mehrheitlich nicht gewusst, wofür die Rotarier ihre Sammlung heuer einsetzten, glaubt Rudolf von Rohr. Diejenigen, die sich erkundigt haben, hätten aber keine Kritik angebracht.

Auch wenn die Weihnachtsbeleuchtung keine karitative Sache sei, sei sie doch in gewisser Weise sozial: «Wenn man unter sozial versteht, dass man einen Beitrag dazu leistet, dass die Stadt schöner ist, dann gehört die Sammlung für die Weihnachtsbeleuchtung auch zu dieser Kategorie.»

Die Rotarier-Könige würden in diesem Jahr aber nicht mehr für die Weihnachtsbeleuchtung sammeln, sagt Rudolf von Rohr. «Wir sammeln nie zweimal für denselben Zweck.»

Polster für die kommenden Jahre

Der Präsident des Vereins Weihnachtsbeleuchtung Freie Strasse freut sich über den einmaligen Betrag. «Er gibt uns ein Polster für die nächsten zwei, drei Jahre», sagt Hans Spinnler. Grundsätzlich wolle man aber wieder selber für die Beleuchtung aufkommen und ruhe sich deshalb nicht auf dem Geld der Heiligen Könige aus.

Ein Grund für das fehlende Geld für die Weihnachtsbeleuchtung seien internationale Firmen wie Apple oder Zara, die sich nicht an den Kosten beteiligen würden. «Bei Managern in den Läden in Basel stossen wir zwar meist auf offene Ohren», so Spinnler. Sie hätten aber oft keine Entscheidungsgewalt. «Über die lokalen Verantwortlichen wollen wir nun herausfinden, wer in welchem Land die Befugnis hat, Ausgaben für die Weihnachtsbeleuchtung in Basel zu bestimmen.» Danach wolle man nicht wie bisher nachgeben, sondern die Zuständigen anrufen und direkt mit ihnen reden.

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