Jean-Paul Brigger «Ich werde diese Chance packen»

Porträts der Kandidaten an der Generalversammlung Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Seine Nicht-Wahl in den FCB-Vorstand sorgte für Schlagzeilen: Jean-Paul Brigger (Mitte) Keystone

Jean-Paul Brigger soll der neue starke Mann beim FC Basel werden. Doch der Entscheid des neuen FCB-Präsidenten Bernhard Burgener, den Ex-Internationalen zum Delegierten des Verwaltungsrats zu machen, stiess auf Kritik. Die Generalversammlung wählte ihn am Freitag nicht in den FCB-Vorstand. Jetzt nimmt Brigger gegenüber dem Regionaljournal Basel von SRF Stellung.

SRF: Ihre Nichtwahl in den Vorstand war ein Misstrauensvotum. Hatten sie in diesen Tagen Zweifel, ob Sie der richtige Mann für den FC Basel sind?

Jean-Paul Brigger: Ich habe hier in Basel eine Chance erhalten, die man nicht zweimal im Leben bekommt. Und ich werde sie packen. Ich bin ein positiv denkender Mensch und die Vereinsmitglieder haben ja zuletzt zugestimmt, dass ich Verwaltungsrat der FC Basel AG werden soll. Ich nehme die Kritik zur Kenntnis und versuche nun, die Leute mit guter Arbeit zu überzeugen, dass ich der richtige Mann bin.

Die Skepsis Ihnen gegenüber kommt vor allem daher, dass sie seit 17 Jahren bei der FIFA arbeiten, mit der viele Menschen Korruption assoziieren. Können Sie diese Vorurteile nachvollziehen?

Diese Vorwürfe hört man immer wieder in der Öffentlichkeit, dabei machen die Menschen, die bei der FIFA arbeiten einen hervorragenden Job. Ich war immer stolz auf meine Tätigkeit bei der FIFA. Wir haben weltweit viele tolle Projekte initiiert. Aber davon redet niemand.

Bernhard Heusler und Georg Heitz haben fast rund um die Uhr für den FCB gearbeitet. Der neue Präsident Bernhard Burgener will eher im Hintergrund bleiben. Lastet das Erbe von Heusler und Heitz ganz auf Ihren Schultern?

(lacht) Das ist gar nicht möglich, auch mein Tag hat nur 24 Stunden. Wir werden das gemeinsam lösen. Mit Marco Streller haben wir einen hervorragenden Mann und ich bin ja auch nicht alleine im Verwaltungsrat. Aber Bernhard Heusler und Georg Heitz haben wirklich grandiose Arbeit geleistet, Chapeau!