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Kontroverse Debatte Grüner Widerstand gegen EAP-Bahnanschluss

Eine Zugverbindung zum Euroairport Basel-Mulhouse kommt nicht überall gut an. Das zeigt das Mitwirkungsverfahren.

Plan des neuen Bahnhofs
Legende: Die Haltestelle soll direkt beim Terminal zu stehen kommen. ZVG EAP

Während einem Monat hatten Interessierte und Betroffene in den drei Ländern gelegenheit, im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens, Link öffnet in einem neuen Fenster sich zu den Plänen für einen Bahnanschluss an den Euroairport zu äussern. Das Verfahren wird am Freitag abgeschlossen und anschliessend ausgewertet. Das Verfahren bestätigt, dass das Projekt, Link öffnet in einem neuen Fenster nicht unumstritten ist.

80'000 lärmgeplagte Anwohner, das bedeutet Riesenkosten für das Gesundheitswesen.
Autor: Bàlint CsontosPräsident Grüne Partei Baselland

Widerstand kommt insbesondere von grüner Seite. Nicht nur führe die geplante Bahnstrecke mitten durch ein Naturschutzgebiet, sagt der Präsident der Baselbieter Grünen, Bàlint Csontos. Sie mache vor allem den EAP attraktiver und das bedeute mehr Flugbewegungen.

Direkt davon betroffen seien 80'000 Anwohnerinnen und Anwohner. Das habe grosse volkswirtschaftliche Probleme und Kosten für das Gesundheitswesen zur Folge, warnt Csontos.

Auch ohne Bahnanschluss wird in Zukunft mehr geflogen.
Autor: Martin DätwylerPräsident Handelskammer beider Basel

Auf der anderen Seite ärgert sich der Präsident der Handelskammer beider Basel, Martin Dätwyler, dass der drittgrösste Flughafen der Schweiz immer noch nicht mit dem Zug erreichbar ist. Das sei nicht mehr zeitgemäss und geflogen werde in Zukunft sowieso mehr. Ein Bahnanschluss des Flughafens sei zudem Teil eines S-Bahn Netzes, das die trinationale Wirtschaftsregion Basel entwickelt habe.

Das Projekt EAP-Bahnanschluss

  • Eine 6 km lange Abzweigung zur Strecke Basel-Mulhouse-Strassburg mit Haltestelle am EAP
  • 10'-Takt zwischen Basel-Euroairport, 15'-Takt zwischen EAP und Mulhouse
  • Geschätzte Kosten 250 Millione €
  • Inbetriebnahme ca. 2028

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Jérôme Perret (JPerret)
    Martin Dätwyler: "... und geflogen werde in Zukunft sowieso mehr." Das sind die Prognosen. Aber vernünftig ist das in Bezug auf die Umwelt sicher nicht. Da wäre ein konsequentes Umdenken sicher nützlich.
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  • Kommentar von Raphael Fuhrer (rafuhrer)
    Wir Grüne blenden die Anfahrten zum Flughafen nicht aus, aber Priorität hat für uns kein Wachstum des Flugverkehrs. Beispiel: Eine Person reist von Muttenz nach Berlin. Heute: Autofahrt zum EAP (2,4 kg CO2), Flug nach Berlin (200 kg CO2). Neu mit S-Bahn wären es 0,1 kg + 200kg für die Reise. Gespart: 1%. Reist man mit dem täglichen Nachtzug via Basel SBB nach Berlin, gibt das total 48 kg. Gespart: 76%. Fazit: Wichtiger ist, dass wir weniger fliegen als wie wir anfahren. Daten: mobitool.ch
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  • Kommentar von Achim Frill (Afri)
    Aber dass dafür Hunderttausende Auto-u. Busfahrten weniger zum Airport führen, das blenden die Grünen einfach aus. Und das Argument mit dem Naturschutzgebiet ist in etwa so lächerlich wie damals, als sie gegen die Zollfreistrasse in Riehen demonstrierten und von "unberührter Auenlandschaft" schwafelten.
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