Kunstmuseum ohne Türen

Das neue Kunstmuseum braucht sechs grosse Tore respektive Türen. Es stellt sich jetzt heraus, dass es gar nicht so einfach ist, diese zu beschaffen. Auf eine Ausschreibung erhielt das Baudepartement keine Offerte. Das Submissionsverfahren musste abgebrochen werden.

Die Fassade mit Aufschrift "Kunstmuseum Basel" Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Kunstmuseum Basel sucht verzweifelt Tür-Bauer. Juri Weiss

Im Baudepartement staunten die Verantwortlichen nicht schlecht, nachdem sie die sechs grossen Tore und Türen für den Erweiterungsbau des Kunstmuseums zur Fertigung ausgeschrieben hatten. Der Briefkasten blieb leer. Es fand sich keine Firma, die den Auftrag hätte ausführen wollen.

Auf Anfrage bei möglichen Herstellern stellte sich heraus, dass für kleine Firmen der Auftrag zu kompliziert wäre und für grosse Firmen die Ausführung uninteressant.

Das Baudepartement lädt nun ausgewählte Firmen nochmals ein, sich den Auftrag genau anzusehen und sich für dessen Ausführung zu melden.

Komplizierte Anforderungen

Die Anforderungen an die Schliessanlagen sind hoch. Einerseits müssen sie gegen Einbrüche gut schützen, anderseits auch aus feuerfestem Material sein. Würde es dann aber doch einmal brennen, so müssten sie schnell geöffnet werden können.

Eigentliches Herzstück ist die Türe für die Besucher. Sie ist so gross, dass sie fast schon Teil der Fassade wird. Eine Drehtür, wie sie im alten Kunstmuseum zu sehen ist, muss den Besuchern genauso Einlass ins neue Haus gewähren wie verschiedene Türen, die man aufstossen kann.