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Legende: Audio Nadine Gautschi ist unzufrieden mit der Basler Bildungspolitik abspielen. Laufzeit 04:36 Minuten.
04:36 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 27.05.2019.
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Letzter Platz Ungenügende Note für Bildungspolitik der Basler Regierung

Während sich viele Politiker zurück halten, übt Nadine Gautschi (FDP) Kritik an der Basler Bildungspolitik.

Schülerinnen und Schüler der beiden Basel erhielten letzte Woche schlechte Noten. Baselland landete in einem schweizweiten Vergleich auf dem zweitletzten Platz - Basel-Stadt auf dem letzten. Insbesondere in der Mathematik waren die Resultate schlecht.

Für den Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer (LDP) ist das schlechte Abschneiden der Schülerinnen und Schüler aus Basel-Stadt unschön, aber nicht überraschend. «Als einziger Stadtkanton schweizweit schneiden wir oft schlecht ab bei solchen Studien», sagt Cramer am Freitag gegenüber Radio SRF.

«Der Vergleich mit anderen Kantonen ist schwierig weil wir eine ganz andere Struktur haben.» Für den Basler Erziehungsdirektor ist klar, dass Basel-Stadt den eingeschlagenen Weg der Förderung des sprachbewussten Unterrichts weitergehen will.

Die Regierung ist in eine Starre verfallen. Man nimmt einfach hin, dass Basel immer das Schlusslicht ist.
Autor: Nadine GautschiVize-Präsidentin FDP BS

Dies reiche nicht, sagt die Vizepräsidentin der Basler FDP, Nadine Gautschi. «Die Regierung ist in eine Starre verfallen. Man nimmt einfach hin, dass Basel immer das Schlusslicht ist.» Sie spreche auch als Mutter von drei schulpflichtigen Kindern und bekomme täglich mit, was falsch läuft an den Basler Schulen.

«Man hat das Fuder in den letzten Jahren überladen, hat ständig Reformen durchgeführt, statt zu schauen, was überhaupt nötig ist», sagt Gautschi. Man müsse zuerst überprüfen, ob Reformen greifen und dann erst - falls nötig - neue aufgleisen.

Muss Resultate und Studie ernst nehmen

Der Regierung gibt Gautschi deshalb eine ungenügende Note in der Bildungspolitik. Verbesserungspotential sieht sie unter anderem bei der Präsenz der Lehrkräfte. «Eine Klassenlehrperson muss da sein für ihre Schülerinnen und Schüler und nicht nur zu 40, 50 oder 60 Prozent.»

Sie sei erstaunt, dass an Bildungsdirektor Conradin Cramer generell wenig Kritik kommt, sagt Gautschi «Ich finde man muss solche Resultate und Studien ernst nehmen.» Man könne sich nicht leisten, immer nur Reformen zu machen, die keine Wirkung zeigten.

Die Studie

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren untersuchte bei den Schülerinnen und Schülern zum ersten Mal die Grundkompetenzen bei den Sprachen und der Mathematik, welche im Jahr 2011 in den Bildungszielen festgelegt wurden. Getestet wurden 22'000 Schülerinnen und Schüler aus allen Kantonen.

Auch im Baselbiet hat das schlechte Abschneiden der Schülerinnen und Schüler eine Diskussion ausgelöst. Über die Gründe für das schlechte Abschneiden sind sich die Politikerinnen dort jedoch uneins. Die SP sieht eine Mit-Schuld der bürgerlichen Parteien, welche eine massive Abbau-Politik durchgedrückt hätten.

Die Partei von Bildungsdirektorin Monica Gschwind, die FDP, hingegen betont, dass bei der Bildung nicht gespart wurde in den letzten Jahren. Eine genaue Analyse der Situation begrüssen alle Parteien. Aber einfach per se mehr Geld für die Bildung sei nicht angebracht, sagt die FDP, man müsse die vorgeschlagenen Massnahmen dann genau anschauen.

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