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Massenkündigungen «Ich habe in diesem Haus schon viele weinen sehen»

Wegen der Massenkündigung am Schorenweg interveniert jetzt sogar die Uno - für viele Bewohner jedoch zu spät.

Auf den meisten Namensschilder im Hauseingang des vorderen Hochhauses am Schorenweg steht nur noch eine Zahl, kein Name mehr. In diesen Wohnungen wohnt denn auch niemand mehr. Einer, der ausziehen muss ist auch Thomas Schmid. Die Zügelmänner packen soeben die letzten Möbel in den Umzugswagen. «Es ist fast schon ein Geisterhaus», sagt er. Sicherheitsleute würden immer wieder vorbeikommen, damit die leeren Wohnungen nicht besetzt würden.

Vor knapp einem Jahr erhielten sämtliche Mietparteien der zwei Hochhäuser eine Kündigung. Diejenigen im vorderen Haus hätten ursprünglich bis Februar 2020 ausziehen sollen, jene im hinteren Hochhaus erst ein Jahr später. Die Besitzerin, die Credit Suisse, möchte die beiden Häuser in Etappen total sanieren. Deswegen hat sie allen Mieterinnen und Mieter gekündigt.

Weil sich jedoch einige der Bewohner wehren, sind diese Fristen vorerst verlängert worden. Das bestätigt der Mieterinnen- und Mieterverband, der mit der Credit Suisse verhandelt. Die Totalsanierung zu verhindern, sei bisher aber nicht gelungen.

Die Häuser werden jetzt leerer und leerer. Peter Meier ist einer, der noch nicht aufgegeben hat und in seiner Wohnung bleibt. Viele der älteren Leute hätten Angst. «Ich habe in diesem Haus schon viele weinen sehen, die nicht weiter wussten», sagt Meier. Er versuche, so gut es gehe zu trösten.

Kein leichtes Unterfangen wenn jemand schon sein halbes Leben hier verbracht hat wie Ingrid Borner. Die 92-jährige lebt seit über 50 Jahren am Schorenweg. Vor wenigen Monaten ist ihr Mann gestorben, nun sei sie ganz alleine. «Ich möchte hier bleiben, ich will nicht die gewohnte Umgebung und die Erinnerungen an diesen Ort verlieren», sagt sie.

SRF 1, Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr

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