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Neue Airline «Swiss Skies» stellt Pläne in Basel vor

Neues Airbus-Flugzeugmodell ermögliche Langstreckenflüge mit tieferen Kosten und weniger Plätzen, sagen die Initianten.

«Swiss Skies» will mit Langstreckenflügen das Billiggeschäft aufwirbeln: Vom Euroairport aus will die noch zu gründende Airline ab kommendem Jahr Flüge in die USA und später auch nach Asien zu Billigtarifen anbieten.

Einen «Gamechanger» sieht Armin Bovensiepen, einer der vier Flugpioniere, die hinter «Swiss Skies» stehen, insbesondere im neuen Flugzeug A321neo von Airbus. Dies ermögliche es, mit tieferen Kosten und weniger Plätzen auf der Langstrecke zu fliegen, wie er an einer Medienkonferenz am Freitag in Basel sagte.

Am Vortag hatten sich Bovensiepen und seine Mitstreiter in Basel mit Investoren getroffen. Zu den Ergebnissen hielten sie sich am Freitag bedeckt. Es sei vor allem darum gegangen, das Interesse bei den Investoren zu wecken, sagte Harald Vogels. Nun stünden Einzelgespräche an.

Er zeigte sich aber zuversichtlich, bis Ende Jahr eine erste Tranche für das Startkapital zusammenzubringen. So koste allein die Gründung 15 Millionen. Als Geldquellen wollen die vier neben lokalen Investoren in Basel das eigene Umfeld sowie auch internationale Grossinvestoren ansprechen. Wie viel Geld bereits von wem beisammen sei, könne man nicht offenlegen.

38 Flugzeuge und 46 Destinationen

Die Pläne des Projekts Swiss Skies sehen ein schnelles Wachstum vor: Innerhalb von fünf Jahren sollen 38 Flugzeuge 3,8 Millionen Passagiere in 46 Destinationen bringen. Die Flugzeuge sollen dabei eine Auslastung von 82 Prozent erzielen, der Umsatz soll sich auf 1,5 Milliarden Franken belaufen.

Ein grosses Thema sind dabei mögliche Kapazitäten in Basel. Es seien durchaus noch Slots frei, sagte Bovensiepen. Klar ist: Nicht alle Flugzeuge sollen am Euroairport stationiert sein, wie Vogels sagte. Welche Flughäfen noch angesteuert werden, wurde nicht verraten.

Bisher nur eine «Idee»

Über das grosse Medieninteresse zeigten sich die Verantwortlichen selbst erstaunt. «Heute geht es nicht um die Lancierung einer Airline, sondern um die Präsentation der Idee», betonte Sprecher Adrian Kohler.

Die Basler Chemiefirmen Roche und Novartis zeigen sich auf Nachfrage interessiert an preiswerten Langstreckenflügen ab Basel. «Grundsätzlich ist die Novartis sehr interessiert an einer guten Anbindung des Euroairports an weltweite Destinationen. In den USA sind unter anderem Newark und Boston unsere wichtigsten Ziele», schreibt Novartis.

Legende: Video «Swiss Skies»: «Ambitiöses» Airline-Projekt abspielen. Laufzeit 03:28 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 14.09.2018.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Mark Huber (Mark Huber)
    Respektlos diese Nimmersatt-Ausbaustrategien von Airline Manager, sie sollten für die langfristigen Umweltschäden unbegrenzt mit Ihrem Vermögen haften müssen! Jeder Linienpilot weiss, je höher er in die obere Troposhäre und darüber fliegt, je weniger bis gar nicht mehr werden die Abgase abgebaut. Heute wird selbst bei kurzen Flügen auf 42'000 Fuss und höher gestiegen, um Sprit zu sparen. Fakt ist: Flugzeuge / Flugreisende sind gravierende Umwelt-Täter und verantwortlich für die Erderwärmung.
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  • Kommentar von René Balli (René Balli)
    Heute Ideen für eine billig Airline schmieden und morgen Überlegungen zum Klimaschutz entwickeln, so haben doch alle etwas zu tun. Freude herrscht! ;-))
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  • Kommentar von John Know (John Know)
    Also wenn jemand sonst noch eine gute Gelegenheit sucht, um haufenweise Geld zu vernichten, kann er/sie sich gerne bei mir melden! Ich kann das auch recht gut!
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