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Basel Baselland Neue Wohnungen, um den Pendlerverkehr nach Basel einzudämmen

Die Wirtschaft in Basel boomt: In zehn Jahren gab es 20'000 neue Arbeitsplätze. Doch weil nur wenige Leute in Basel auch eine Wohnung finden, weichen viele aufs Umland aus. Der Pendlerverkehr nimmt zu. Um diese Entwicklung zu bremsen, will die Regierung auf dem Lysbüchel-Areal neue Wohnungen bauen.

farbiger Plan des Areals im St. Johann
Legende: So soll das Areal zwischen Elsässerstrasse und Bahnlinie in Zukunft aussehen. bs.ch

Zwischen 700 und 800 Menschen arbeiten derzeit auf dem Areal «VoltaNord» im Basler St.-Johann-Quartier. In den nächsten Jahren soll diese Zahl markant wachsen: 2000 bis 3400 Arbeitsplätze sind vorgesehen. Daneben plant die Stadt hier ein neues Wohngebiet für 1300 bis 2000 Menschen und ein neues Schulhaus. Die entsprechenden Pläne haben das Bau- und Verkehrsdepartement sowie die SBB am Montag vorgestellt.

Wohnen und Arbeiten würden auf dem Areal klar getrennt: Im nördlichen Teil sollen die bereits bestehenden Gewerbe- und Industrieflächen ausgebaut werden, im Süden gibt es Platz für Wohnungen, Kultur und stilles Gewerbe. Zudem sollen Grünflächen, Freiräume und eine Naturschutzzone entstehen. Der gesamte Verkehr soll von Norden und vom Osten her abgewickelt werden, so entstehe kein Durchgangsverkehr im Wohngebiet, hiess es an der Medienkonferenz.

Gewerbeverband hält Pläne für wenig durchdacht

Skeptisch zu den Plänen äussert sich der Basler Gewerbeverband. Wohnungen und lärmige Gewerbebetriebe seien im Bebauungsplan der Regierung, den sie heute vorgstellt hat, viel zu wenig klar voneinander getrennt, kritisiert Patrick Erny vom Gewerbeverband. Gewerbeflächen seien im Kanton «eine Rarität geworden» - das Areal solle deshalb fürs Gewerbe freigehalten werden.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)

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