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Legende: Audio Trotz Widerstand von den Bürgerlichen wurde der Vorstoss im Grossen Rat überwiesen. abspielen. Laufzeit 02:26 Minuten.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 16.05.2019.
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Neuer Anlauf Grosser Rat sagt Ja zum Stimmrechtsalter 16

Das Parlament überwies einen Vorstoss an die Regierung. Widerstand kam von den Bürgerlichen.

Der Vorstoss kam von Jo Vergeat (Grüne). Heutzutage seien die Jugendlichen gut vernetzte Weltenbürger, «somit können sie sich auch ihre politische Meinung anhand von unterschiedlichen Kanälen bilden», argumentierte sie. Unterstützung bekam Vergeat von der SP. Wer mit 16 schon abstimmen kann, beteilige sich auch später mehr am politischen Geschehen.

«So weit weg wie der Mond»

Widerstand kam aus den bürgerlichen Reihen. Über das Stimmrechtsalter 16 sei bereits in der Vergangenheit mehrmals abgestimmt worden - jeweils mit dem Ergebnis, dass das Stimmrechtsalter 16 abgelehnt wurde. «Statt immer neue Versuche im Bereich Stimmrechtsalter 16 zu lancieren, wäre es angebracht, die klare Haltung des Volkes zu akzeptieren», sagte SVP-Grossrat Pascal Messerli.

Und Jeremy Stephenson (LDP) meinte, für eine durchschnittliche 16-Jährige sei «Politik ungefähr so weit weg wie der Mond zur Erde». Erst wenn man beispielsweise eine eigene Wohnung hat und im Beruf angekommen ist, lerne man die politische Realität kennen.

Dennoch überwies der Grosse Rat den Vorstoss mit 50 zu 40 Stimmen.

Bis jetzt gilt in allen Schweizer Kantonen das Stimmrechtsalter 18. Mit einer Ausnahme: Im Kanton Glarus können bereits 16-Jährige abstimmen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Es wäre ja schön, wenn junge Menschen fähig sind, die Tragweiten der Abstimmungen zu sehen. Aber schon das Frauenstimmrecht hat gezeigt, dass die Abstimmungsquote leider nicht gestiegen ist. Wie sieht es wohl mit dem Stimmrechtsalter 16 aus? Was die Jungen Leute brauchen ist viel mehr Wirtschaft und Politikkunde in der Schule. Unsere Tochter hat oft gesagt, sie würde viel zu wenig über die ganze Politik verstehen, weil viel zu wenig vermittelt wird.
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  • Kommentar von Jan Naef  (jan.n)
    Intressant wäre es noch zu wissen welche Auswirkungen dies im Kanton Glarus hatte (wie hoch ist denn die Beteiligung der 16j. jeweils an den Abstimmungen?).
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