Rheinstrasse-Verlegung Referendum entzweit Baselbieter Bürgerliche

Verkehrsschild Kreisel im Vordergrunfd, dahinter sieht man ein rotes Auto, das den Kreisel befährt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kreisel: bei der möglichen Verlegung der Rheinstrasse in Pratteln ist das der Knackpunkt. Keystone

Karte mit der Rheinstrasse und der geplanten neuen Strasse. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Verlegung der Rheinstrasse finden in Pratteln alle wichtig für die Entwicklung des Gebiets Salina Raurica. BL.ch

Automobilverbände, bürgerliche Parteien und Wirtschaftsverbände haben in Baselland gemeinsam ein Referendum gegen die geplante Verlegung der Rheinstrasse beschlossen. Man befürchte Staus, hiess es. Dies unter anderem, weil insgesamt drei Kreisel gebaut werden sollen.

Ganz anders sehen die Bürgerlichen in Pratteln die Situation. Sie rufen geschlossen dazu auf, das Referendum nicht zu unterstützen. Die Verlegung sei wichtig für die Entwicklung des Gebiets Salina Raurica, so die Haltung der Parteien in Pratteln. Auch linke Parteien schliessen sich in Pratteln den Bürgerlichen an.

Prattler Gemeinderat empörte sich bereits

Kein Verständnis für das Referendum hat auch der Pratteler Gemeinderat. Er sei «empört», schrieb er vor wenigen Tagen auf seiner Homepage. Und weiter: «Der Landrat hat vor fast 10 Jahren die Planung Salina Raurica gutgeheissen. Dass nun ausgerechnet die Automobilverbände gegen eine Strasse intervenieren, kann der Gemeinderat nicht nachvollziehen.» Gemäss eines Verkehrsgutachtens verfüge die Strasse über die notwendigen Kapazitäten. Sie sei zudem aufwärts kompatibel, was die Kapazitäten der Kreisel erhöhe.

Keine Angst vor einer möglichen bürgerlichen Auseinandersetzung hat TCS-Präsident und Basler FDP-Grossrat Christophe Haller. Vor allem: er setzt darauf, dass mit der Referendums-Ankündigung noch einiges in Gang kommen könnte. Man habe Signale, sagt Haller, dass die Baselbieter Regierung gesprächsbereit sei: «Und dann kommt es vielleicht gar nicht zu diesen Auseinandersetzungen im bürgerlichen Lager», hofft Haller.