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Reportage aus der Harmonie
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 11.05.2020.
abspielen. Laufzeit 04:52 Minuten.
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Restaurantöffnung Trotz Öffnung: Keine Harmonie in der «Harmonie»

Am ersten Tag der Öffnung ist das «Restaurant zur Harmonie» auf der Lyss in Basel voll besetzt. In Zeiten, wo Corona-Schutzmassnahmen gelten, bedeutet das: acht Gäste. Normalerweise können 60 Gäste in der «Harmonie» Platz nehmen.

Die acht Gäste verteilen sich auf die sechs Tische, die aufgrund der Abstandsregeln noch Platz haben im Lokal. Und weil auch die Gäste untereinander Abstand halten müssen, dürfen sich nur jene einen Tisch teilen, die sich persönlich kennen. So bleiben viele Stühle an den wenigen Tischen leer.

Ich lebe alleine und habe das Verlangen unter Menschen zu kommen.
Autor: Gast im Restaurant Harmonie

Das Personal ist im Restaurant ist ständig mit Desinfizieren beschäftigt: Tische, Besteck, Servierutensilien werden regelmässig gereinigt. Speisen und Getränke bringt das Personal auf Wägen an die Tische. Von dort müssen die Gäste die Sachen selbst nehmen und auf den Tisch stellen.

Das ist schrecklich, das ist grauenhaft.
Autor: Anna GötenstedtWirtin Harmonie

Wirtin Anna Götenstedt hofft, dass sie die vielen Abstands- und Hygieneregeln richtig anwendet, «nicht dass jemand für eine Kontrolle vorbei kommt und dann doch noch einen Fehler aufdeckt.»

Entlassungen trotz Kurzarbeit und offener Beiz

Obwohl das Restaurant am Montag wieder öffnen konnte, sagt Götenstedt, dass sie Personal entlassen müsse: «Das ist schrecklich, das ist grauenhaft.» Sie habe langährige Mitarbeiter und ein Restaurant lebe von seinen Mitarbeitenden.

Wegen Kündigungen und finanziellen Sorgen habe sie einige schlaflose Nächte hinter sich. Trotz Notkredit seien Entlassungen unumgänglich. Sie habe monatliche Fixkosten von 30'000 Franken. Mit dem beschränkten Betrieb derzeit könne sie diese nicht decken. Zumal sie auch nicht auf einen kulanten Vermieter zählen kann: Er kommt ihr beim Mietzins nicht entgegen.

Wirteverband berichtet von Schwierigkeiten

Für Maurus Ebneter, Präsident des Basler Wirteverbands ist das Beispiel der «Harmonie» durchaus typisch für die Branche. «Es ist momentan sehr schwierig, kostendeckend zu arbeiten.» Dies sei eigentlich nur möglich, wenn der Vermieter den Restaurants entgegen komme.

Eine Übersicht, wie viele Restaurants am ersten Tag der Lockerung der Corona-Massnahmen ihr Lokal öffneten, hat der Wirteverband nicht. «Ich schätze aber, dass viele versucht haben zu öffnen. Viele aber nur mit beschränktem Angebot.»

SRF 1, Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Max Blatter  (maxblatter)
    Am kommenden Samstag wollen wir in Basel etwas verspätet den 25. Geburtstag meines Youngsters feiern. Ich vertraue auf das Organisationstalent meiner Söhne, dass das klappt, schweigen sich doch die in Frage kommenden Restaurants auf ihren Websites über Zeitpunkt, Platzangebot, Öffnungszeiten "nach dem Shutdown des Shutdowns" aus. Anders im Aargau, wo ich seit 10 Jahren wohne: Die Restaurants, in denen ich gelegentlich verkehre, liefern im Web klare Angaben.
    Basel = Jammern, Aargau = Handeln?
  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Ich habe das erste Jahr als Kellner da gearbeitet als es Eröffnet wurde. Geschäftsführer und Freund Andreas Cavegn führte es gleich vom ersten Tag mit Erfolg. Ja, es schlug ein.Die Speisekarte war einmalig und auch exklusive Weine aus der Flache konnte man damals haben. Erinnere mich eine exquisiten Volnay gab es für 45 Franken den halben. Es macht mich traurig das zu sehen und was aus dem Gastgewerbe geworden ist.
  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Ich habe das erste Jahr als Kellner da gearbeitet als es Eröffnet wurde. Geschäftsführer und Freund Andreas Cavegn führte es gleich vom ersten Tag mit Erfolg. Ja, es schlug ein.Die Speisekarte war einmalig und auch exklusive Weine aus der Flache konnte man damals haben. Erinnere mich eine exquisiten Volnay gab es für 45 Franken den halben. Es macht mich traurig das zu sehen und was aus dem Gastgewerbe geworden ist.