Rot-grün dominierte Basler Regierung lehnt 1:12-Initiative ab

Der Basler Wirtschaftsminister Christoph Brutschin (SP) kämpft gegen die 1:12-Initiative, die von den Jungsozialisten eingereicht wurde. Er lehnt – wie die gesamte Regierung – einen derart starken Eingriff in die Wirtschaft ab.

Juso-Chef David Roth bei einer Demonstration. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Juso-Chef David Roth kann nicht mit der Unterstützung der Basler SP-Regierungsräte rechnen. Keystone

Am 24. November stimmen die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über eine Initiative der Jungsozialisten ab, die sogenannte 1:12-Initiative. Diese will das Verhältnis zwischen den Löhnen in einer Firma regeln. Ein Eingriff in den Arbeitsmarkt, der bei der Basler Regierung, trotz einer rot-grünen Mehrheit, keine Gnade findet.

Die Initiative sei die «falsche Medizin für die Diagnose» der Initianten, sagt Wirtschaftsminister Christoph Brutschin (SP) zu «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Und darum sei sie sogar «gefährlich». Brutschin sieht seine Rolle und die seiner Parteikollegen in diesem Zusammenhang viel eher darin, sich für die Arbeitnehmenden mit tiefen Löhne einzusetzen, von denen es auch in Basel-Stadt genügend gebe.

Trotz aller Ablehnung: eine gewisse Sympathie für das Grundanliegen der Initianten hat die Regierung trotzdem. Christoph Brutschin sagt dazu, die Wirtschaft müsse selbst in der Lage sein, die Löhne so zu strukturieren, dass sie sich auch vernünftig kommunizieren liessen.