Zum Inhalt springen

Header

Audio
Junge Schachspieler duellieren sich in Muttenz
abspielen. Laufzeit 03:27 Minuten.
Inhalt

Schach-Turnier in Muttenz «Nach 30 Zügen habe ich ihn Schachmatt gesetzt»

Rund 300 Jugendliche kämpfen an diesem Wochenende im Baselbiet um die Qualifikation für die Schweizer Meisterschaften.

Man hört jeden Kugelschreiber, der in der Kriegacker-Halle in Muttenz auf den Boden fällt. Auf der Tribüne flüstern die Eltern, in der Halle duellieren sich die Jugendlichen im Schach.

Um den Gegner Schachmatt zu setzen, sind Ausdauer, Geduld und höchste Konzentration gefragt. Auch bei den jungen Schach-Cracks kann eine Partie mehrere Stunden dauern.

Matteo (13) spielt an diesem Samstagmorgen beispielsweise über dreieinhalb Stunden. «Mit der Zeit gewöhnt man sich daran, aber es ist schon sehr anstrengend», sagt er nach der Partie, die nach stundelangem Hin und Her mit einem Unentschieden endet.

Um unter Druck die beste Leistung zu zeigen, trainieren die Jugendlichen viel. Nikolai (8) gehört in seiner Altersklasse zu den besten Spieler der Region Basel. Er trainiere ungefähr eine Stunde pro Tag, erzählt er. Er tue dies mit einem Schachbuch, online, am Computer, aber auch mit einem Privattrainer aus Deutschland. Dieser gebe ihm per Skype Tipps und analysiere seine Partien. Zusätzlich gehe er ein Mal pro Woche in ein Gruppentraining. Und dies, «weil es einfach Freude macht».

Faszinierte Regierungsrätin

Die Baselbieter Sport- und Bildungsministerin Monica Gschwind ist begeistert ab der Leidenschaft der Jugendlichen. Die Denksportart fördere wichtige kognitive Kompetenzen und sei «eine echte Lebensschule für die Kinder».

In Russland wurde Schach im September aus diesen Gründen gar als Pflichtfach in der Schule eingeführt . «Wir haben so viele Fächer in der Stundentafel, dass dies bei uns nicht denkbar ist», sagt Bildungsdirektorin Gschwind. Man könne Schach aber beispielsweise über Mittag als Ergänzungsfach, in Lagern oder Projektwochen einbauen. Oder es leidenschaftlich in der Freizeit spielen, wie es die rund 300 Jugendlichen in Muttenz tun.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.