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Schnelle Hilfe Lebensretter aus der Basler Bevölkerung

Seit Herbst sind sogenannte «First Responder» im Einsatz. Sie leisten Soforthilfe bei Notfällen, bis die Ambulanz kommt.

Legende: Audio Die Sanität erhält in Basel-Stadt Unterstützung von sogenannten First Respondern abspielen. Laufzeit 03:24 Minuten.
03:24 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 14.02.2019.

Zehn bis 15 Minuten braucht in der Regel eine Ambulanz im Kanton Basel-Stadt, bis sie bei einem Notfall vor Ort eintrifft. Dies sei zwar ein guter Wert, sagt der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen, aber noch besser wäre, dass den Betroffenen noch schneller geholfen wird. Denn bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Je schneller die Betroffenen Hilfe bekommen, desto grösser ist ihre Chance, einen solchen Vorfall ohne bleibende Schäden zu überstehen.

Ersthilfe durch ausgebildete Laien

Hier soll die das Prinzip «First Responder» greifen: Geht ein Notruf ein, werden - neben der Sanität - gleichzeitig alle ausgebildeten «First Responder» in der Nähe über eine App auf ihrem Smartphone alarmiert. Sie können dann den Einsatz annehmen und lebensrettende Ersthilfe bis zum Eintreffen der Sanität leisten. Seit der Lancierung des Projekts im letzten Herbst hat dieses System bereits in mehreren Fällen gegriffen.

Das einzige, was man falsch machen kann, ist nichts zu machen.
Autor: Thomas SteffenKantonsarzt Basel-Stadt

Bei den «First Respondern» handelt es sich zum grossen Teil um Personen, die zum Beispiel bei der Sanität, der Feuerwehr oder auch beim Zoll arbeiten. Etwa ein Drittel sind jedoch Privatpersonen, die eine Basisausbildung gemacht haben. Derzeit sind im Kanton Basel-Stadt rund 800 Personen registriert. Kantonsarzt Steffen würde ihre Zahl gerne erhöhen. Er appelliert deshalb an die Bevölkerung und versucht, Unsicherheiten zu begegnen: «Das einzige, was man falsch machen kann, ist nichts zu machen.»

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Philipp Moreno (HOC)
    Eine sehr gute Idee und ein gutes Projekt, sollte man vielleicht in anderen Orten in der Schweiz ausprobieren. Ein Kritikpunkt der mir etwas ins Auge sticht, wie sind die "First Responder" rechtlich abgesichert, wenn etwas unvorhergesehenes passiert oder ihnen ein Fehler unterläuft? Ich würde es als eine Schande empfinden wenn man helfen will und dann dafür bestraft wird.
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    1. Antwort von Patrick Riederer (Spaddel)
      Das ist eine unbegründete Sorge, denn es werden nur ausgebildete Leute als First Responder im System erfasst. Zudem werden Laienhelfern keine Fehler angelastet ausser es geht ins willentliche zufügen von Schaden.Erst bei professionellem medizinschem Personal sieht die Sache anders aus. Hier gilt je mehr Ausbildung und Verantwortung in der beruflichen Funktion umso "mehr" Haftung. Kurzum als Laie muss man nichts Befürchten ausser man hilft einer Person in einem Notfall nicht!
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