Sissach greift für «Kunschti»-Sanierung» tief ins Portemonnaie

Die Einwohnergemeinde Sissach zahlt 1,9 Millionen Franken mehr an die Sanierung und den Ausbau der Kunsteisbahn. Die Gemeindeversammlung hat am Dienstagabend der Aufstockung des Gemeindebeitrages auf 6,6 Millionen Franken zugestimmt.

Kunsteisnbahn überdacht, mit einer grossen, ovalen Holzkonstruktion. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Da Sponorsengelder nur spärlich flossen, bezahlt Sissach nun den fehlenden Betrag selbst. zVg

Der höhere Gemeindeanteil am Hallenprojekt war nötig geworden, weil die Beiträge von Dritten nicht so hoch ausgefallen waren wie geplant. Statt wie vorgesehen 4 Millionen Franken waren nach Angaben des Gemeinderats in der bis Mitte 2016 befristeten Sammelaktion nur 2,1 Millionen Franken zusammengekommen.

Mit der Erhöhung des Gemeindebeitrags soll verhindert werden, dass die Kunsteisbahn für eine weitere Saison geschlossen werden muss. Über dieses Vorgehen ärgerten sich viele Besucher der Gemeindeversammlung: «Hier werden Millionenprojekte mit einer Salamitaktik durchgeboxt», sagte eine Sissacherin an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom Dienstagabend. Schlussendlich stimmten die Sissacherinnen und Sissacher dem Zusatzkredit dennoch deutlich zu.

Der Gemeindepräsident Peter Buser zeigte sich erleichtert: «Das ist ein Schritt nach vorne. Es ist auch eine Bestätigung für unsere Arbeit und ein Zeichen, dass wir nicht alles falsch machen.» Die Gemeinde sei zudem bemüht, weitere Gelder von Dritten für die Sanierung und den Ausbau der Kunsteisbahn aufzutreiben, hiess es. An den ursprünglich im Oktober 2015 vom Souverän bewilligten Gesamtkosten von 8,7 Millionen Franken für den Ausbau der Anlage zu einer Eishalle ändert sich gemäss Gemeinderat nichts.

Referendum möglich

Der Beschluss, dem die Gemeindeversammlung mit 160 zu 69 Stimmen bei 14 Enthaltungen zugestimmt hat, untersteht dem fakultativen Referendum. Dazu wären gemäss Gemeindeverwalter 456 gültige Unterschriften nötig. Die Referendumsfrist beträgt 30 Tage.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)