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Basel Baselland «Weinen bringt nichts. Man muss nach vorne schauen»

Nach den heftigen Unwettern im Baselbiet von letzter Woche sind immer noch Betroffene am Aufräumen. Zum Beispiel in Frenkendorf. Und bereits warnen Meteorologen, dass es auch diese Woche wieder heftige Gewitter geben könnte.

Hüfthoch stand das Wasser im Dorfkern von Frenkendorf letzten Mittwoch und überflutete eine Tiefgarage. Noch immer sind die Betroffenen am Aufräumen, füllen Mulden mit verschlammten Möbeln, Maschinen oder Teppichen. Zum Beispiel Romana Andrighetto. Ihr Hobbyraum wurde überschwemmt. Jetzt musste sie Sofa, Tischfussball-Kasten, Waschmaschine und Tumbler wegwerfen. «Erst brach die Haustüre ein und nach 20 Minuten stand das Wasser über einen Meter hoch», erinnert sie sich. «Viel Weinen bringt nichts, man muss aufräumen und weitermachen», sagt sie.

Auch Armin Bergers Metallbaufirma wurde überschwemmt. Er habe schon ein paar Hochwasser erlebt, aber so hoch sei das Wasser noch nie gekommen. «Ich hatte mich gewappnet und extra Bleche montiert, aber das Wasser stieg zu hoch und überflutete alles: Maschinen und Autos.» Seinen Schaden schätzt er auf rund 200'000 Franken.

Die Feuerwehr war zwar schnell vor Ort, sie konnte zuerst aber gar nicht viel tun, erklärt der Kommandant der Feuerwehr Hülften, Chasper Holinger. Das Wasser sei so rasent schnell gestiegen, dass die Feuerwehr am Anfang gar nicht dagegen ankam. Schliesslich habe das Wasser eine Tiefgarage im Dorfkern geflutet. Rund 2.5 Millionen Liter Wasser, schätzt der Feuerwehrkommandant, seien in diese Garage geflossen.

Überschwemmung in Frenkendorf

Nicht nur in Frenkendorf auch in Liestal wurden Keller überflutet. Dort wurde der Keller der Kindergärtnerin Gabriele Zückert überschwemmt. Auch hier war alles voller Schlamm. Sie sei zwar gegen den Schaden versichert, sagt Gabriele Zückert, am schlimmsten jedoch sei nicht der materielle Verlust. Sämtliche Dias, die sie von einem USA-Aufenthalt in den 1980er-Jahren aufbewahrt hatte, sind zerstört. «Diese Erinnerungen, die verloren gingen, tun am meisten weh. Alles andere ist ersetzbar.»

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