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Zwischen Januar und Mai 2019 fielen bei der BVB fast 500 Fahrplanstunden aus. Die Buslinien sind dabei stärker betroffen als die Tramlinien.
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Weiteres Problem Rekordhohe Kursausfälle bei der BVB

Seit Anfang 2019 kam es bereits zu über 200 Ausfällen. Grund dafür ist in den meisten Fällen Personalmangel.

Die notfallmässigen Bauarbeiten an der Kreuzung beim Bankverein konnten am Wochenende zwar erfolgreich abgeschlossen werden, zur Ruhe kommt die BVB aber nicht. Das nächste Problem: In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres 2019 hat die BVB fast 500 ausgefallene Fahrplanstunden verzeichnet. Während dieser 500 Stunden hätte eigentlich ein Tram oder ein Bus auf der Schiene oder auf der Strasse sein sollen, war es aber nicht. Dreiviertel der Ausfälle fielen auf den Monat Mai.

Buslinien sind anfälliger

Das Ausmass der Kursausfälle zeigt sich im Vergleich mit den Zahlen des vergangenen Jahres. 2018 kam es bloss zu etwas mehr als 30 Ausfällen während knapp 50 Fahrplanstunden.

Insgesamt sind die Buslinien öfter betroffen als die Tramlinien. Die Linie 42, die vom Bahnhof SBB via Hoffmann-LaRoche nach Bettingen fährt, fiel in diesem Jahr bereits 38 Mal aus und verzeichnet damit die meisten Ausfälle.

Kanton nimmt BVB in Pflicht

Beim Amt für Mobilität ist man als Besteller der Leistungen bei der BVB über die Zahlen nicht erfreut. «In diesem Ausmass ist dies gar keine befriedigende Situation», sagt Alain Groff, Leiter des Amts für Mobilität. Für ihn ist klar, dass man nun schnellstmöglich gemeinsam mit der BVB die Situation in den Griff bekommen muss.

Toya Krummenacher von der Gewerkschaft vpod zeigt sich wenig überrascht über die vielen Ausfälle: «Wir warnen seit zwei Jahren vor dieser Situation, aber man hat einfach nicht gehandelt». Wegen des Personalmangels seien die Angestellten, die normal im Dienst sind, viel mehr gefordert als sonst. «Sie müssen mehr Schichten übernehmen und haben dementsprechend weniger Zeit sich zu erholen und werden krank», so Krummenacher.

BVB nimmt noch nicht Stellung

Bei der betroffenen BVB wollteman zu den Zahlen am Dienstag nichts sagen. BVB-Mediensprecher Benjamin Schmid verwies auf eine Medienkonferenz, die am Donnerstagmorgen stattfindet. An dieser werde man auf Themen wie Personalplanung und Dienstausfälle eingehen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von ale ragal  (aleragal)
    Dass es an Personal Mangelt ist keine Überraschung:
    -Sehr tiefer Lohn
    - Die ChauffeurInnen können bis am Vorabend für den nächsten Tag in den Dienst berufen werden
    - Schichtarbeit
    - Job mit grosser Verantwortung wo Erholung extrem wichtig wäre

    Ich bin jeder/m ChauffeurIn dankbar die/der es schafft diesen Job trotz Familie/Umfeld auszuüben und sogar noch ein Lachen auf dem Gesicht hat. Danke! Die BVB sollte sich auch wertschätzender zeigen und die Unternehmenskultur dringend überdenken!
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    1. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      Ich glaube "Unternehmenskultur" wird nicht an der HSG und an keiner deutschen Wirtschaftsuni gelehrt. Dazu gibt es weder Master noch Bachelor. Daher wird es für das aktuelle Management schwierig werden diese zu überdenken.
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