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Wochengast «Das hätte nicht passieren dürfen»

Legende: Audio Yvonne Hunkeler hofft auf mehr Klarheit durch eine externe Untersuchung abspielen. Laufzeit 14:57 Minuten.
14:57 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 31.08.2018.

Die Basler Verkehrsbetriebe BVB kommen nicht zur Ruhe. Nach den vielen personellen Wechseln und internen Querelen in den letzten Jahren wurde vor kurzem bekannt, dass das Schienennetz in einem desolaten Zustand ist. Der genaue Grund dafür ist immer noch unklar. Vermutet wird, dass eine Verschiebung der Wartungsintervalle zu den Schäden geführt hat.

«Es ist nicht schön was passiert ist und es hätte nicht passieren dürfen. Das muss man offen und ehrlich zugeben», sagt Hunkeler angesprochen auf die Probleme mit dem Schienennetz. Die genauen Ursachen würden nun von externen Fachleuten abgeklärt. «Wir wollen zuerst den Bericht, danach diskutieren wir über Konsequenten.»

Dass bereits Mitarbeiter freigestellt wurden, sei zu deren eigenen Schutz geschehen. Und: Ein Zusammenhang zwischen Sparprogramm und den Gleisproblemen verneint Hunkeler. «Der Bereich Rad- und Schienenunterhalt war von Programm Avanti nicht betroffen», betont sie.

Wir wollen zuerst den Bericht, erst dann diskutieren wir über Konsequenzen.
Autor: Yvonne HunkelerVR-Präsidentin Basler Verkehrsbetriebe

Mit dem Schienenskandal wurde in der Basler Politik einmal mehr der Ruf laut nach einer Fusion von BVB und BLT. Davon hält Hunkeler wenig, wie sie offen zugibt. «Das sind unterschiedliche Betriebe mit unterschiedlichen Kulturen aus unterschiedlichen Kantonen. Auch wenn es gewissen Vorteile aus betriebswirtschaftlicher Sicht gibt, ist ein Zusammenschluss aus mehreren Gründen nicht opportun. »

Positive und negative Feedbacks der Fahrgäste

Hunkeler, die auch den Verwaltungsrat der Verkehrsbetriebe Luzern VBL präsidiert, sieht zwischen den Luzerner und Basler Verkehrsbetrieben deutliche Unterschiede. «Die VBL sind eigenständiger als die BVB.» Dies habe aber vor allem damit zu tun, dass in Basel der Kanton Eigner und Besteller ist. In Luzern ist die Stadt Eigner und der Verkehrsverbund Besteller der ÖV-Leistungen.

Wenn sie in Basel ist, fährt Hunkeler übrigens gerne auch mal eine Haltestelle mehr als nötig, fühlt dort den Puls der Fahrgäste und freut sich über deren Reaktionen. «Ich kriege positive und negative Feedbacks.»

Yvonne Hunkeler

Yvonne Hunkeler ist seit Januar 2018 Verwaltungsratspräsidentin der BVB. Die Unternehmensberaterin und CVP-Kantonsrätin ist zudem Verwaltungsratspräsidentin bei den Verkehrsbetrieben Luzern und Verwaltungsrätin bei den Bern Oberland-Bahnen. Sie wohnt im Kanton Luzern.

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