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Was die Berner Filmförderung erreicht hat
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 29.11.2019.
abspielen. Laufzeit 07:21 Minuten.
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10 Jahre Berner Filmförderung «Wir fördern nicht nur Kassenschlager»

«Der Goalie bin ig» ist einer von zahlreichen Filmen, die der Kanton Bern in den letzten zehn Jahren gefördert hat.

Mit drei Millionen Franken pro Jahr fördert der Kanton das bernische Filmschaffen. Der erfolgreichste Film ist «Der Goalie bin ig». Seit zehn Jahren gibt es dieses Filmförderprogramm.

Das habe dem Berner Film einen Schub verliehen, sagt Reta Guetg vom Verein «Bern für den Film». Fünf Spielfilme seien allein diesen Sommer gedreht worden, so viele wie noch nie. «Das wäre nicht denkbar gewesen vor zehn Jahren.» Filmschaffende haben sich vor zehn Jahren zu diesem Verein zusammengeschlossen, als der Kanton Bern den Film nicht als Schwerpunkt in die Kulturstrategie aufnehmen wollte.

Zdenka Vapinek und Reta Guetg im Studio von Radio SRF
Legende: «Die kantonale Filmförderung belebt die Berner Filmszene», sagen Zdenka Vapenik (links) und Reta Guetg (rechts). Brigitte Mader/SRF

«Das Berner Filmschaffen ist sichtbarer geworden», sagt Zdenka Vapenik. Sie ist beim Kanton für die Filmförderung zuständig. «Tscharniblues 2» – ein Berner Film – habe dieses Jahr die Solothurner Filmtage eröffnet. Das sei lange nicht mehr vorgekommen.

Kein Beschäftigungsprogramm

Mehr Berner Filme im Kino und an Festivals ist ein Ziel, das die Berner Filmförderung verfolgt. Gleichzeitig will der Kanton mit der finanziellen Unterstützung erreichen, dass Filmschaffende nicht abwandern oder nach der Ausbildung wieder zurück in die Region kommen, um ihre Projekte zu realisieren. Das Förderprogramm sei aber kein Beschäftigungsprogramm für Berner Filmschaffende, sagt Zdenka Vapenik.

Welche Filmschaffenden profitieren?

Fördergelder erhält, wer im Kanton Bern wohnt oder mit seiner Produktionsfirma im Kanton ansässig ist. Dass der Film in der Region gedreht wird, ist kein Grund für Unterstützung. Inhaltlich sind die Berner Filmschaffenden frei. Ziel des Förderprogramms ist die quantitative und qualitative Entwicklung der bernischen Filmkultur.

Fördergelder erhält, wer gewisse Kriterien erfüllt. «Eine Bollywood-Film-Crew, die im Berner Oberland dreht, würden wir nicht unterstützen», sagt Zdenka Vapenik vom Kanton.

Einen Bollywood-Film würden wir nicht unterstützen.
Autor: Zdenka VapenikAmt für Kultur, Kanton Bern

Misst man den Erfolg des Berner Filmschaffens an den Kinoeintritten, ist die Bilanz allerdings noch bescheiden. Knapp 140'000 Besucherinnen und Besucher zählte der erfolgreichste Film «Der Goalie bin ig». Das ist deutlich weniger als andere Schweizer Produktionen, wie zum Beispiel «Heidi». Reta Guetg sagt dazu: «Erfolg misst sich nicht nur an den Kinoeintritten. Filme sind auch Zeitzeugnisse, nehmen Themen auf, die bewegen.» Und Zdenka Vapenik ergänzt. «Wir fördern nicht nur Kassenschlager.»

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Jakob Spiel  (Jakob Spiel)
    Es wurde "vergessen" zu sagen, dass auch "blaues Blut", ein bekannter Name, ein Migrationsthema oder eine Verbindungsperson äusserst nützlich sein kann, um Geld zu erhalten. Ich kenne einige Talente, die chancenlos sind, obschon ihre Drehbücher (für Kurzfilme) genial sind. Ich habe selber einen Film (Länge 20 Minuten) auf Youtube mit über 1/2 Million Besuchern - ohne Geld der Förderung. Öfter kam die Bitte, den Film auf englisch zu übersetzen - aber ich habe kein Geld dafür.
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