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Nach dem Abbruch der Berner Fasnacht sitzen Standbetreiber, aber auch der Verein Berner Fasnacht auf hohen Kosten
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 12.03.2020.
abspielen. Laufzeit 01:53 Minuten.
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Abbruch wegen Coronavirus Standbetreiber und Fasnächter streiten sich um Gebühren

Die Berner Fasnacht musste wegen des Cornavirus abgesagt werden. Nun wird um die Standmieten gestritten.

Standbetreiber Sandro Möri wollte in diesem Jahr seine Premiere an der Berner Fasnacht feiern. Er wollte Pizza verkaufen, doch daraus wurde nichts. «Ich sitze auf einem Minus von 3500 Franken, was tragisch ist für mich», so Möri – wegen Standmiete, Strom und Miete eines Pizzawagens.

Ich werde mir sehr gut überlegen, ob ich nächstes Jahr noch einmal an die Fasnacht gehe werde.
Autor: Sandro MöriStandbetreiber Berner Fasnacht

Auf seine Nachfrage beim Verein Berner Fasnacht habe es geheissen, sie würden ihm nichts zurückzahlen. «Ich bin sehr enttäuscht und werde mir sehr gut überlegen, ob ich nächstes Jahr noch einmal an die Fasnacht gehe», sagt Sandro Möri.

Er könne die Enttäuschung verstehen, sagt dazu Thomas Fritz, Kassier und Vizepräsident des Vereins Berner Fasnacht. Er könne den Standbetreibern die insgesamt rund 100'000 Franken, die er von ihnen erhalten habe, nicht zurückzahlen. «Sonst müsste ich Konkurs anmelden», sagt Fritz.

Rechtlich klar geregelt

Zudem sei in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen klar geregelt, dass der Verein bei solchen Entscheiden der Behörden nicht haftbar gemacht werden können. Wegen der abgesagten Fasnacht habe der Verein sowieso ein grosses Loch in der Kasse – es fehlten rund 40'000 Franken, sagt Kassier Fritz. Der Verein habe zwar Solidaritätsplaketten verkauft und ein Crowdfunding lanciert, das würde aber nur einen kleinen Teil des Lochs stopfen.

Wenn wir die Standgebühren zurückzahlen, müssen wir Konkurs anmelden.
Autor: Thomas FritzKassier und Vizepräsident Verein Berner Fasnacht

Der Verein mache den Standbetreibern aber ein Angebot: Sie erhalten im nächsten Jahr einen Rabatt für die Standgebühren.

Sandro Möri reicht das nicht: «Damit versuchen sie uns zu binden.» Ihm fehle jetzt Geld. Es gehe um eine kleine Anerkennung, für die Aufwendungen, die geleistet wurden. «Da wäre ich wohl schon zufrieden», meint Möri. Mit den roten Zahlen des Vereins dürfte aber auch das schwierig werden.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 06:31Uhr;

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