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Autobahn-Ostast A5 Bieler Behörden beharren auf konsequent zweisprachigen Schildern

Aus dem heutigen Schild «Biel-Ost» soll «Biel/Bienne - Ost/Est» werden und aus «Biel-Mett» «Biel/Bienne - Mett/Mâche».

Legende: Audio Keine neue Forderung – aber diesmal mit Nachdruck abspielen. Laufzeit 01:24 Minuten.
01:24 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 21.02.2019.

Die Behörden von Biel und Umgebung lassen nicht locker mit ihrer Forderung nach einer konsequent zweisprachigen Beschriftung der neuen Autobahnumfahrung von Biel. Am Donnerstag präsentierten sie vor den Medien eigene Vorschläge:

  • Aus dem heutigen Schild «Biel-Ost» soll «Biel/Bienne - Ost/Est» werden.
  • «Biel-Mett» soll in «Biel/Bienne - Mett/Mâche» geändert werden.
  • «Biel-Bözingenfeld» soll hingegen nicht mit «Bienne - Champs de Boujean» übersetzt werden.

Die Bieler Behörden sehen ein, dass die Leserlichkeit eines Schilds mit diesen langen Wörtern schlecht wäre. Deshalb schlagen sie «Biel/Bienne - Industrie» vor. Gefordert wird auch, dass es künftig «Ausfahrt/Sortie» heisst und die Radiofrequenzen in beiden Sprachen aufgeführt werden. Im zweisprachigen Kanton Freiburg sei das der Fall.

«Bund nimmt Biel Hälfte weg»

Nicht alle Schilder über oder entlang des im Herbst 2017 eingeweihten A5-Ostastes sind einsprachig deutsch. Einige Schilder tragen den offiziellen Namen «Biel/Bienne» der grössten zweisprachigen Stadt der Schweiz. Die Bieler Behörden wollen aber, dass die Beschilderung konsequent zweisprachig ist.

Ihren Angaben zufolge sind 32 Schilder zu verbessern. Das Bundesamt für Strassen Astra solle die offizielle Zweisprachigkeit Biels respektieren, wo die Französischsprachigen etwa 42 Prozent der Bevölkerung ausmachen. «Der Bund nimmt Biel eine Hälfte weg», sagte am Donnerstag an einer Medienkonferenz in Biel Cédric Némitz, Bieler Gemeinderat französischer Muttersprache.

Astra: «Wir können nichts machen»

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Das Astra sagte am Donnerstag auf Anfrage, es könne in dieser Angelegenheit derzeit noch gar nichts tun. Im Parlament sei eine im September 2017 vom Berner SVP-Nationalrat Manfred Bühler eingereichte Motion noch nicht behandelt worden. Das Astra dürfe der parlamentarischen Entscheidung nicht vorgreifen.

Der Bernjurassier Bühler fordert in seiner Motion, das Gesetz sei so anzupassen, dass in Ortschaften mit einer sprachlichen Minderheit von mindestens 30 Prozent die Autobahnanschlüsse zweisprachig aufgeführt werden können. Der Bundesrat lehnt dies aus Gründen der Leserlichkeit ab; «Biel/Bienne» auf gewissen Schildern sei eine Ausnahme.

Um ihren Forderungen zum Durchbruch zu verhelfen, haben die Stadt Biel, die Stiftung Forum für die Zweisprachigkeit in Biel und der Rat für französischsprachige Angelegenheiten des Verwaltungskreises Biel/Bienne weitere Unterstützung gesucht.

Zahlreiche Amtsträgerinnen und Amtsträger aus der Region stellen sich nun offiziell hinter die Forderung nach einer konsequenten Beschilderung des A5-Ostasts. Zudem werden Politiker parlamentarische Vorstösse einreichen und die neue Uvek-Vorsteherin Simonetta Sommaruga hat Post aus Biel erhalten.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Müller (P.Müller)
    Den Fakt, dass es möglich ist in der Schweiz etwas zweisprachig zu Markieren ist vermutlich ein kleines Geheimnis, warum u.a. der Zusammenhalt der Regionen so funktioniert wie er funktioniert. In Ländern wo das nicht möglich ist keimt immer wieder der Lokalpatriotismus und Separatismus auf. Das Dominieren einer Minderheit durch eine Mehrheit kommt nie gut, zweisprachige Schilder beweisen eine Gleichwertigkeit. Manchmal braucht es doch nur so wenig!
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    1. Antwort von Franz NANNI (igwena ndlovu)
      Grossartig! Danke Biel.. Bei uns heissen alte Orte wie Nelspruit jetzt Mbombela, Petersburg Polokwane .. OK wir verfahren uns nicht mehr, aber Touristen ... und da hat es kleine Orte die umbeschidert wurden.. und ploetzlich bist du im Nirgendwo.. da hat selbst das Navi manchmal seine Probleme...
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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Was soll dieser Hickhack? Über kurz oder lang wird bei uns sowieso alles nur noch englisch angeschrieben, damit sich die 2.5 Millionen Ausländer und die x Millionen Touristen nicht verlaufen.
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    1. Antwort von Henriette Rub (ehb)
      Bei Radio SRF1 hat diese Zukunft schon lange begonnen. Gefühlte 95% der zu Gehör gebrachten Songs tönen englisch. Mich wundert, dass die Moderationen noch deutsch sind.
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