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Bern Freiburg Wallis Beatrice Simon: «Jede neue Sparmassnahme würde stark bestritten»

Die Nationalbank kann den Kantonen in diesem Jahr keinen Gewinn ausschütten. Das hat für den Kanton Bern gewichtige Auswirkungen. Auch Freiburg und Wallis müssen Einbussen hinnehmen.

Die bernische Finanzdirektorin Beatrice Simon nimmt im Herbst 2013 an der Spardebatte im Rathaus teil.
Legende: Nach der Spardebatte ist vor der Spardebatte. Die bernische Finanzdirektorin Beatrice Simon muss Finanzlöcher stopfen. Keystone

Der Kanton Bern rechnete im Voranschlag 2014 mit 82 Millionen Franken, die nun auf einen Schlag wegfallen. Dem Kanton drohen nun doch noch rote Zahlen, obwohl das Kantonsparlament Ende November das grösste Sparpaket der letzten Jahrzehnte verabschiedet hat. Damit verknüpft war das Budget 2014, das für das laufende Jahr einen kleinen Ertragsüberschuss von 0,6 Millionen Franken verhiess.

Die bernische Regierung steht vor einer schwierigen Aufgabe: «Es wird uns nicht gelingen, in diesem Jahr einfach so 82 Millionen einzusparen», sagt Finanzdirektorin Beatrice Simon im Gespräch mit dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Sie weiss: Nach der intensiven Spardebatte vom Herbst würde jede weitere Sparmassnahme stark bestritten. Regierungsrätin Simon meint, man sollte vielleicht schon jetzt über ein Ausgabenmoratorium nachdenken. Und sie sagt: «Eine erneute Sparrunde ist dieses Jahr nicht ausgeschlossen.»

Auch Freiburg und Wallis betroffen

Um 230 Millionen Franken kürzte das Parlament den bernischen Kantonshaushalt in der Novembersession mit dem Ziel, im Jahr 2014 zu einer ausgeglichenen Rechnung zu kommen. Nun dürfte dieses Ziel also doch nicht erreicht werden.

Auch die Kantone Freiburg und Wallis rechneten für 2014 mit Millionen von der Nationalbank. In Freiburg fehlen 23 Millionen Franken, im Wallis 26 Millionen Franken.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Trachsel, Belp
    Nun ist es definitiv an der Zeit, dass sich der Grossrat zurück nimmt und seine Lohnerhöhung rückgängig macht. Weshalb die Herren Grossräte und Notare Blank und Brand das Personal bluten lassen wollen (Pensionskassengesetz) und sich selber hohe GR-Löhne und hohe Notariatsgebühren zugestehen, ist mir ein Rätsel.
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  • Kommentar von Hermann Dettwiler, Langenthal
    Als Zuzüger fällt mir auf, dass der Strassenunterhalt im Kanton Bern vorbildlich ist. Vielleicht wäre die Rückstellung einiger Projekte zu prüfen, ohne dass dadurch teurere Folgeschäden zu befürchten wären.
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