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Das erwartet die Gefangenen nun auf dem Thorberg
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 16.06.2020.
abspielen. Laufzeit 04:38 Minuten.
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Berner Justizvollzug Neue Strukturen sollen Ruhe auf den Thorberg bringen

Der neue Direktor stellt den Betrieb in der grössten Berner Justizvollzugsanstalt um.

  • Der Betrieb auf dem Thorberg wird neu strukturiert.
  • Neu werden auf dem Thorberg bereits beim Eintritt die Stärken und Defizite der Insassen abgeklärt.
  • Die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Betreuung, Gewerbebetriebe, Soziale Arbeit, Bildung und Freizeit wird gestärkt.
  • Die Bereiche Finanzen und Personaladministration werden in die Zentrale des Amts für Justizvollzug integriert.

Der neue Direktor der Berner Justizvollzugsanstalt Thorberg, Hans-Rudolf Schwarz, plant in dieser Justizvollzugsanstalt verschiedene Neuerungen. Hauptstossrichtung ist der Wechsel von einem «Massenvollzug» zu einem «Justizvollzug nach Mass».

Besser auf die Bedürfnisse eingehen

Wie die Sicherheitsdirektion des Kantons Bern am Dienstag bekannt gab, bedeutet dieser Begriff, dass auf dem Thorberg noch gezielter auf die individuellen Ressourcen der Eingewiesenen fokussiert werden soll.

Ein grosser Betrieb

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Die Anstalt Thorberg ist eine von elf Justizvollzugsanstalten des Strafvollzugskonkordats Nordwest- und Innerschweiz. Bis zu 180 Insassen nimmt sie auf, für 130 Personen ist sie Arbeitgeberin. Der Thorberg dient unter anderem dem Vollzug von langen Freiheitsstrafen, von stationären therapeutischen Massnahmen und von Verwahrungen.

Wenn der Resozialisierungsprozess der Insassen verbessert werde, führe das zu einer weiteren Erhöhung der Sicherheit, schreibt die Sicherheitsdirektion. Dies in der Zeit nach der Verbüssung der Freiheitsstrafe der Eingewiesenen, also wenn diese wieder in Freiheit sind.

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Aus dem Archiv: Das Leben auf dem Thorberg
Aus Kulturplatz vom 29.08.2012.
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Die Justizvollzugsanstalt Thorberg hat bewegte Jahre hinter sich. Der neue Direktor hat unter anderem die Aufgabe, Ruhe auf den Thorberg zu bringen.

Unruhige Zeiten

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Sowohl das bernische Amt für Justizvollzug (AJV) als auch die Vollzugsanstalt Thorberg haben unruhige Zeiten hinter sich. Eine Sonderprüfung der kantonalen Finanzkontrolle ergab im September 2018, dass das AJV seine Führungsaufgabe bei der Anstalt Thorberg nur ungenügend wahrnimmt.

In der Anstalt Thorberg kam es in den letzten Jahren zu zwei Direktorenwechseln. 2014 musste der damalige Direktor gehen, weil er auf dem Bieler Drogenstrich verkehrte, was ihn erpressbar machte, wie die Vorgesetzten fanden.

Einige Wechsel

Nachfolger Thomas Egger verliess den Thorberg Ende vergangenes Jahr aus eigener Initiative. Zuvor war bekannt geworden, dass die Arbeitszufriedenheit beim Personal gesunken war, worauf Egger einen externen Coach zur Seite gestellt bekam.

Seit Anfang Jahr ist Hans-Rudolf Schwarz Thorberg-Direktor.

Die Neuausrichtung der Anstalt Thorberg hat Schwarz nach einer fundierten Analyse und unter Einbezug der Angestellten vorgelegt. Auch die Neuausrichtung im Amt für Justizvollzug sei auf Kurs, schreibt die kantonale Sicherheitsdirektion.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12:02 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Die richtige Lösung, es nützt niemanden etwas, wenn Strafgefangene wegen weniger grossen Delikten in ihren Zellen sitzen und keine Perspektive haben. Nur wenn ihnen den Weg in die Freiheit gelingt, weil sie den Sinn des Lebens erkannt haben und geschult werden,werden wieder eine Stelle finden, wird ihnen und ihren Angehörigen eine grosse Last genommen.
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