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Legende: Audio Christoph Neuhaus, wie geht es jetzt weiter? abspielen. Laufzeit 02:09 Minuten.
02:09 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 07.05.2019.
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Besetzer-Kollektiv Fabrikool Freiwillig gehen sie nicht

Die alte Schreinerei in der Länggasse ist immer noch besetzt. Jetzt will Christoph Neuhaus den Rechtsweg beschreiten.

Die Schlüssel der alten Schreinerei auf dem Von-Roll-Areal müssten mittlerweile bei Baudirektor Christoph Neuhaus abgegeben worden sein. Sind sie aber nicht: Das Besetzerkollektiv «Fabrikool» liess die Frist am 30. April, verstreichen.

Anzeige, Räumung, Polizei?

Regierungsrat Neuhaus will nun – nach einer erneut ungenutzt verstrichenen Nachfrist bis Montag – Anzeige wegen Sachbeschädigung und Landfriedensbruch erstatten, sagt er am Montag gegenüber Radio SRF: «Leider Gottes müssen wir den Rechtsweg beschreiten. Fabrikool sind illegale Besetzer.»

Wie alles begann

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Im Februar 2017 besetzte das Kollektiv «Fabrikool» die alte Schreinerei in der Länggasse. Die Behörden wollten das Gebäude ursprünglich räumen lassen. Zur Begründung hiess es, die denkmalgeschützte Alte Schreinerei sei in schlechtem Zustand. Der Kanton Bern ist seit 2000 Besitzer des Areals.

Nach Verhandlungen mit den Besetzern zeigte sich der Kanton bereit, eine Zwischennutzung doch zu prüfen. Dies geschah im März 2017 – der Kanton und die Besetzer einigten sich auf einen gemeinsamen Vertrag. Seit dann ist die Besetzung legal.

Jetzt müssen sie raus

Im September 2018 verkaufte der Kanton das Gebäude an zwei Privatpersonen im Baurecht. Aus Protest kündigten die Hausbesetzer den Vertrag mit dem Kanton fristlos.

Anders sieht es das Kollektiv. Auf der Internetseite und per Mail an die Redaktion schreiben die Mitglieder, dass sie nicht beabsichtigen, das Haus zu räumen: «Das Haus wird genutzt, ist belebt und offen für die Nachbarschaft und interessierte Menschen, es gibt keinen Grund für eine Übergabe.» Nach 17 Jahren ohne Nutzung habe der Kanton das Recht am Haus verloren.

Das Gebäude ist immer noch durch Fabrikool besetzt.
Legende: Auch am Dienstag, 7. Mai, ist das Gebäude noch durch das Kollektiv besetzt. SRF
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1 Kommentar

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  • Kommentar von Daniel Bucher (DE)
    So läuft es eben bei Zwischennutzungen. Die Besetzer halten sich nicht an die Abmachungen. Sie hätten das Haus zum symbolischen Betrag von 1 Franken kaufen können. Aber auch das war ihnen zu viel. Heutzutage will man alles sofort und erst noch gratis. Eine Schweinerei, denn schliesslich muss jemand bezahlen, der Steuerzahler.
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