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Bern Freiburg Wallis Biel versucht es mit mehr Nachtleben bis morgens um 5 Uhr

Bis jetzt durften nur vier Gastro-Betriebe im Bieler Stadtzentrum am Wochenende bis um 5 Uhr wirten. Jetzt wollen Stadt und Regierungsstatthalter ausprobieren, ob es mit mehr Betrieben mit längeren Öffnungszeiten funktioniert. Die Behörden hoffen sogar, damit Lärmprobleme zu lösen.

The bar is open steht an einem Gestell mit Schnapsflaschen
Legende: Mehr Nachtleben in Biel bis 05.00 Uhr: Die Stadt startet einen Versuchsbetrieb. Symbolbild Keystone

Biel war bisher zurückhaltend mit der Bewilligung von generellen Überzeiten bis 5 Uhr morgens. Zu den vier bisherigen Gastrobetrieben, die nur am Wochenende länger offen waren, sollen jetzt aber weitere Clubs und Bars kommen.

«Öffnungszeiten bis 03.30 Uhr entsprechen nicht mehr den Gepflogenheiten des Nachtlebens», begründet der Bieler Sicherheitsdirektor Beat Feurer den Versuchsbetrieb mit längeren Betriebszeiten.

«Um halb vier strömen alle Leute gleichzeitig aus den Lokalen, suchen weiter oder warten am Bahnhof auf den ersten Zug. All das gibt Lärm.»

Vielleicht wird's besser, hofft die Stadt

Biel rechnet damit, dass mehr Betriebe mit Betriebszeiten bis 05.00 Uhr das Lärmproblem sogar vermindern. «Wir müssen das ausprobieren», so Beat Feurer. «Zudem gibt es Interessenten an Standorten mit wenig Nachbarschaft oder mit guten Konzepten. Das wollen wir nicht von vorneherein verhindern.»

An eine generelle Überzeitbewilligung bis 5 Uhr sind viele Auflagen und Bedingungen geknüpft. Biel will den Versuchsbetrieb denn auch gründlich überwachen und auswerten. Wenn es Probleme gibt, kann der Versuch auch schnell abgebrochen werden.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Wie wäre es, einen Versuch in der schweizweit bekannten "Sozialhilfe-Metropole" Biel zu starten, mehr Leute aus dem alkoholisierten Rotlicht- und "andere" Nachtleben zu entziehen und zum "arbeiten" animieren! Wer die ganze Nacht herumhängt, sich mit übermässigem Alkoholgenuss bis am kommenden folgenden Nachmittag "bettlägerig" macht, kann ja keinen seriösen Job mehr ausüben! Muss Biel wirklich noch mehr solche "falsche" Anreize schaffen, statt solvente Steuerzahler zu fördern und animieren?
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    1. Antwort von Niklaus Bächler, Winterthur
      Geschätzter R. Bolliger, ich gehe mit ihnen einig, dass diese Tendenz sicherlich nicht der richtige Weg ist, die «Attraktivität» einer Stadt zu fördern. Dass Biel in der CH als schlechtes Beispiel bekannt ist bringt mich zur Frage, weshalb die Bürger, z.B. sie, sich nicht lokal stärker politisch engagieren wollen. Als Kommentator sind sie in den Foren und Zeitungen omnipräsent & hätten sicherlich die Zeit, sich aktiv & eben nicht nur passiv zum Wohle der Bürger einzusetzen. Das wäre doch etwas!
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    2. Antwort von Rolf Bolliger, Orpund
      Als "Nichtbieler" (wohne in Orpund), schrieb ich im "Bieler-Tagblatt" jahrelang unzählige Leserbriefe und Forumkommentare über die marode, mit unzähligen Gesellschaftsproblemen kämpfenden Seelandmetropole! Unzählige Male erhielt ich zustimmende Reaktionen. Aber leider noch mehr hasserfüllte, rein persönliche Verunglimpfungen! Vor einem Jahr, Herr Bächler, beschloss ich, als jetzt 75-Jährigen "Grufti", kürzer zu treten und mich nicht länger als "Zweitklassmensch" verunglimpfen zu lassen!
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