Hungerstreik beendet Bieler Rentner Kneubühl isst wieder

Der Hungerstreik des Bieler Rentners ist beendet. Das bestätigt sein Anwalt Valentin Landmann. Die Kanzlei von Landmann hat den Fall kürzlich übernommen.

Mann in Begleitung eines Polizisten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Isst wieder: Der Bieler Rentner, der 2010 in Biel Amok lief. Keystone

Der Gesundheitszustand des Bieler Rentners sei nicht besonders gut, sagt Valentin Landmann. Er sei im Moment noch in der Klinik der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern. Sobald es sein Gesundheitszustand erlaube, werde er wieder in den Vollzug zurückgebracht, so Landmann.

Wo kommt Kneubühl hin?

Das würde wohl bedeuten, dass Kneubühl wieder in die Vollzugsanstalt Thorberg gebracht wird. Dort will Kneubühl aber eigentlich nicht mehr hin. Mit seinem Hungerstreik hatte er gegen die Verlegung vom Regionalgefängnis Thun auf den Thorberg protestiert.

«Es stimmt, dass Peter Hans Kneubühl in eine andere Anstalt möchte. Wir werden das mit ihm besprechen müssen», sagt Anwalt Valentin Landmann. Seine Kanzlei habe das Mandat eben erst übernommen. Daher müsse er sich erst einarbeiten.

Der heute 74-jährige Rentner hielt vor sechs Jahren die ganze Schweiz in Atem. 2010 sollte Kneubühls Haus in Biel zwangsversteigert werden. Als die Polizei anrückte, schoss er und verletzte einen Mann sehr schwer.

Nach tagelanger Flucht konnte der Rentner schliesslich gefasst werden. Die Gerichte taxierten Kneubühl als schuldunfähig, weil er an einem Wahn leide. Er wurde zu einer stationären therapeutischen Massnahme verurteilt. Das ist der Grund, warum er nach wie vor im Vollzug ist.