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Das ist der Vorschlag des Parlaments
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 04.03.2020.
abspielen. Laufzeit 01:50 Minuten.
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Biodiversität Kanton Bern Auch in privaten Gärten soll die Vielfalt gefördert werden

Die Regierung soll prüfen, ob mehr Fläche im Siedlungsgebiet für die Biodiversität zur Verfügung stehen soll.

10 Prozent der Flächen von privaten und öffentlichen Grundstücken im Siedlungsbereich soll zur Förderung der Biodiversität unterstützt werden. Dieser Meinung ist das Berner Kantonsparlament und hat am Dienstag einen Vorstoss von Markus Aebi (SVP) mit 95 zu 44 Stimmen überwiesen.

In der Landwirtschaft wurde genug gemacht – nicht immer zur Freude der Bauern.
Autor: Markus AebiSVP-Grossrat

Nicht nur die Bauern sollen in der Pflicht stehen, sagte Aebi. Auch urbane Räume müssten ihren Beitrag leisten. Mit einem Anteil von 10 Prozent würden die Lebensräume von Insekten und anderen Lebewesen entscheidend verbessert, warb Aebi für seinen Vorstoss – und fand die Unterstützung von SP, Grünen, GLP, EVP und EDU.

Schwierige Kontrollen und faktische Enteignung

Die Gegner des Vorstosses – SVP, FDP und BDP – warnten vor schwierigen Kontrollen. Er könne sich kaum vorstellen, dass die Leute gerne eine Untersuchungskommission im Garten hätten, die dann die Regenwürmer zähle, sagte FDP-Grossrat Carlos Reinhard. Und Samuel Krähenbühl (SVP) warnte vor einer Enteignung.

Das ist eine kalte Enteignung von zehn Prozent des Grundeigentums.
Autor: Samuel KrähenbühlSVP-Grossrat

Ausserdem könnte es sein, dass die Bauern für ihre Leistungen zugunsten der Biodiversität nicht mehr entschädigt würden, wenn jedermann dazu verpflichtet werde.

Umsetzung schwierig

Im Siedlungsgebiet könnte man in der Tat mehr machen, räumte Umweltdirektor Christoph Ammann (SP) ein. Einfach umsetzbar sei das Anliegen des Vorstosses aber nicht. Die Regierung wolle aber vertieft prüfen, wie ein Anreizsystem geschaffen werden könnte, welche gesetzliche Grundlagen geändert werden müssten und wie die finanzielle Mehrbelastung aussehen könnte. Das Berner Kantonsparlament überwies den Vorstoss als unverbindliches Postulat.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 6:32 Uhr; sda/widc;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Simmer  (han(s) immerrächt)
    Ein Pestizidverbot in privaten Gärten sollte man auch gleich einmal verhängen ;)
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  • Kommentar von Marianne Känzig  (Marianne Känzig)
    Wenn ich die Kommentare so lese, scheint so etwas nur zu funktionieren, wenn man die Gärtnereien und Grossverteiler zwingt, endlich nur noch einheimische oder sonst problemlose Pflanzen zu verkaufen. Ich selbst liebe einheimische Pflanzen und dazu brauche ich keine Subventionen. Die Vielfalt von Insekten und Vögeln sind ein schöner reich machender Lohn und einfach überwältigend. Kann ich euch empfehlen, euch Stänkerern von Irgendwo.
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  • Kommentar von Chris Jäger  (stine)
    Dann bitte mal all die Pflanzengifte die man in Landi, Hobbys und Gartencenter kaufen kann, aus den Regalen verbannen. Was man nicht alles legal vernichten kann ist erschreckend.
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