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Im Kanton Bern sollen bis zu 3000 Schnelltests pro Tag durchgeführt werden
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 17.03.2020.
abspielen. Laufzeit 05:08 Minuten.
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Bis 3000 Tests pro Tag Bern testet «drive-in» Schnelltests für ganze Schweiz

Der Kanton Bern will drei Zentren für Schnelltests eröffnen. Es könnte die Lösung für die ganze Schweiz sein.

Coronavirus Ja oder Nein? Innerhalb eines Tages will das Schnelltestzentrum eine Antwort liefern. Nächste Woche soll es aufgehen – zum Beispiel auf dem Bernexpo-Gelände im Berner Wankdorf, sagt Gundekar Giebel, Sprecher der bernischen Gesundheitsdirektion auf Anfrage des Regionaljournals. Abklärungen seien in Gang.

Wir können uns vorstellen, das Zentrum auf dem Bernexpo-Gelände im Wankdorf zu eröffnen.
Autor: Gundekar GiebelInformationsverantwortlicher der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion

Man müsse mit dem Auto, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und auch zu Fuss zum Testzentrum gelangen können, so Giebel. Derzeit werde geklärt, ob das Zentrum in Containern oder in Zelten aufgebaut werde. Es brauche drei Pisten. Auf der einen Piste sollen Autofahrerinnen und Autofahrer direkt durchfahren können – wie bei einem «Drive-in».

Eine zweite Piste ist für Personen gedacht, die bereits mehrere Symptome haben – Husten und Fieber. «Diese sollten besonders schnell getestet werden», so Giebel.

Die dritte Piste ist für jene gedacht, welche ein Symptom aufweisen – Husten oder Fieber – und zur Risikogruppe gehören.

Keine pro forma-Tests

«Was wir nicht wollen, sind Personen, die sich aus reiner Angst testen lassen wollen», sagt Gundekar Giebel. Das bringe überhaupt nichts. Wenn keine Symptome vorlägen, könne man so einen Test gar nicht durchführen, betont Giebel.

Sich ohne Symptome testen zu lassen, bringt überhaupt nichts.
Autor: Gundekar GiebelInformationsverantwortlicher der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion

Der Kanton Bern will durch die Tests das Gesundheitssystem entlasten, aber auch die Ansteckungen minimieren. Die Hirslanden Kliniken stellen Personal zur Verfügung, um die Tests durchzuführen. Die Tests werden vom Medizinunternehmen Roche zur Verfügung gestellt.

Der Kanton Bern will bei jedem Zentrum zwischen 800 und 1000 Tests pro Tag durchführen. Eine Woche nach dem Standort Bern will der Kanton auch ein Zentrum in Biel und eines in Thun eröffnen.

Spezielle Massnahmen nach Tests

Der Kanton Bern erhofft sich mit den vielen Tests auch zu sehen, wie sich das Coronavirus in den verschiedenen Regionen entwickelt, ob es sich zum Beispiel in einer Region besonders verbreitet hat. «So sehen wir, ob wir an gewissen Orten spezielle Massnahmen ergreifen müssen», sagt Gundekar Giebel.

Mit den Schnelltests würden die Leute zudem nicht unnötig lange warten und bei Bedarf in Quarantäne bleiben.

Bern als Vorreiter

Das Schnelltestzentrum in Bern sei ein Versuch für die ganze Schweiz; solche Zentren sollten in mehreren Kantonen eingerichtet werden, sagt Daniel Koch, Leiter übertragbare Krankheiten beim Bundesamt für Gesundheit BAG: «Wir schauen nun im Kanton Bern, wie das funktioniert.» Aber auch solche Schnelltestzentren würden nur helfen, wenn die Bevölkerung die Situation ernst genug nehme, betont Koch.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 6:31/17:30 Uhr; gygm;haee;liec

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Alain Andrey  (Alarey)
    Es braucht jetzt unbedingt einen kostenlosen Heimtest!
    So kann jede/r mit Verdacht zu Hause einen ersten Test machen und fällt dieser positiv aus für den ärtztlichen Bestätigungstest mit den nötigen Schutzmassnahmen eine medizinische Einrichtung aufsuchen.
    Nur Personen die über ihren Gesundheitszustand Bescheid wissen können die Übertragungskette unterbrechen.
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  • Kommentar von Markus Bossert  (EEE)
    Gemäss folgendem NZZ-Bericht befindet sich fast nur Länder auf der Top20-Liste der Covid-19-Fallzahlen, welche ein funktionierendes Gesundheitssystem haben. Länder wie Polen, Bulgarien, Rumänien, Tschechien, Türkei schaffen es nicht auf die Top20-Liste.
    Also auf die Top20-Liste ("Hotspots") kommen nur Länder, welche sich die Tests leisten können, und die notwendige Infrastrukturen haben, um viele Tests durchzuführen.
    www.nzz.ch/panorama/die-wichtigsten-grafiken-zum-coronavirus-ld.1542774
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  • Kommentar von Markus Bossert  (EEE)
    Viele Tests führen direkt zu vielen Fallzahlen.
    Bis vor einigen Tagen wurde lediglich die oberste Spitze des Eisberges getestet. Seit in paar Tagen wird der Eisberg immer tiefer vermessen (schnellere Tests) was zu entsprechend massiv steigenden Fallzahlen und Schliessung der Läden führte. Der Eisbergt wächst aber nicht so schnell, sondern wir messen primär tiefer.
    Wir müssen aufhören die steigenden Fallzahlen (pos . Tests) direkt als höhere Infektionsraten zu sehen. Infektionen ≠ Fallzahlen!
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    1. Antwort von Willi Meier  (wm)
      Das stimmt. Ich denke aber, das ist allen Verantwortlichen klar.
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    2. Antwort von Stefan Huwiler  (huwist)
      Das ist absolutes Anfängerwissen und allen Verantwortlichen beim Bund sonnenklar. Wer das nicht weiss wird allenfalls US-Präsident, aber ganz sicher nicht Kantonsarzt oder Epidemiologieexperte beim Bund.
      Und genau weil die dieses Wissen haben wurden die aktuellen Massnahmen so angeordnet.
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