BLS-Depot: Im Westen nichts Neues, ausser Wut auf den Gemeinderat

Die unabhängige Begleitgruppe, seit einem Jahr auf der Suche nach einer Alternative zum Standort Riedbach für ein neues BLS-Depot, kann den Westen von Bern nicht beruhigen. Noch sind drei von fünf Standort-Varianten in dieser Gegend. Inzwischen ist die Bevölkerung sauer auf den Berner Gemeinderat.

Säulen, Geleise und zwei Züge in einer Halle. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Depot in Bern-Aebimatt geht zu. Für das neue Depot der BLS kommen im Westen von Bern noch drei Standorte in Frage. Keystone

Dass die Bevölkerung von Bern-West nicht zu hören bekommt, was sie hören will, war schon vor dem Informationsabend in Frauenkappelen für Grundeigentümer und Anwohner klar. Noch sind drei Standorte im Westen von Bern nicht aus dem Rennen als potenzielles Terrain für eine neue grosse Werkstätte der BLS für den Unterhalt der S-Bahn-Züge.

Daneben gibt es auch für die Begleitgruppe nur noch die Variante auf dem Waffenplatz Thun und das Konolfinger Moos – sofern die BLS bereit ist, die bestehende Werkstatt in Bönigen weiter zu betreiben.

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Bildlegende: Kann keine Entwarnung geben: Bernhard Antener, Vorsitzender der unabhängigen Begleitgruppe für ein neues BLS-Depot. Christian Strübin/SRF

Ernüchternd sei das für die unabhängige Begleitgruppe, die seit einem Jahr eine Alternative zu den 20 Hektaren Kulturland sucht, die die BLS in Riedbach überbauen möchte, räumte ihr Vorsitzender Bernhard Antener schon vor vier Wochen ein.

Trotz aller geänderter Kriterien für die Bewertung der verschiedenen Flächen seien von 42 überprüften Standorten im Kanton Bern und in der Freiburger Nachbarschaft nur deren fünf übriggeblieben.

Die Bevölkerung schimpft über den Berner Gemeinderat

«Es irritiert uns, dass hier möglich sein soll, was sonst überall unmöglich ist. Wir wollen nicht, dass sich der Standort Bern-West in den Köpfen festsetzt», wehrte sich eine Bürgerin. «Ihr könnt euch die Arbeit sparen. Wir wollen das Depot nicht», doppelten mehrere Votanten nach.

Die Meinungen sind gemacht. Und dass sich die Stadt Bern nicht wehrt, wie zum Beispiel Konolfingen oder die Thuner Stadtregierung, nimmt die Bevölkerung dem Gemeinderat sehr übel. Es sei wie immer. Was in Bern sonst niemand wolle, lande im Westen.