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Legende: Audio Biologe Christoph Germann erzählt, wie er den Blattflohkäfer im Botanischen Garten Bern gefunden hat und was der Fund bedeutet. abspielen. Laufzeit 07:25 Minuten.
07:25 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 15.05.2019.
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Botanischer Garten Bern Käferart taucht nach 120 Jahren wieder auf

Ein Blattflohkäfer wurde im Heilpflanzengarten des Botanischen Gartens Bern gesichtet. Eine Überraschung.

Kleiner Käfer von oben, mit braunen Flügeln und einem schwarzen Streifen in der Mitte
Legende: Das ist er, der wieder aufgetauchte Blattflohkäfer im Botanischen Garten Bern. © Christoph Germann

Gefunden hat den Blattflohkäfer «Phyllotreta armoraciae» der Biologe und Käferspezialist Christoph Germann vom Naturhistorischen Museum Basel. Er half dem Botanischen Garten Bern (Boga) bei einer Inventur. Der Boga wollte wissen, wie viele Pflanzen- und Tierarten sich selbst hier angesiedelt haben. Das Resultat: Zu den rund 5500 absichtlich gesetzten Pflanzen aus aller Welt kommen über 1000 wildlebende Arten.

Der erste sprang mir gleich wieder davon.
Autor: Christoph GermannBiologe und Käferspezialist

Der 3 Millimeter kleine, sprungfähige Käfer mit gelben Flügeln war im Heilpflanzengarten, auf seiner Nahrungspflanze, einem Meerrettich. «Der erste sprang mir gleich wieder davon», erzählt der Biologe. Dann habe er zum Glück noch einen zweiten gefunden und fangen können. Mit Hilfe von Fachliteratur konnte er ihn identifizieren. Der letzte dokumentierte Fund eines solchen Blattflohkäfers in der Schweiz stammt aus dem Jahr 1898.

Moose und mehr

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Moose und mehr
Legende:Der Boga beherbergt zum Beispiel das Sumpf-Streifensternmoos.© Steffen Boch

Erstaunlich sei insbesondere die grosse Vielfalt an Moosen, die sich auf den 2,5 Hektaren des Botanischen Gartens am Aarehang angesiedelt haben, schreiben die Universität Bern und der Botanische Garten. Über 100 Moosarten fanden die Expertinnen und Experten. Das mache fast 10 Prozent der Schweizer Moosflora aus, auf nur 0,00005 Prozent der Landesfläche.

Das Wissenschaftsteam des Botanischen Gartens geht davon aus, dass sich noch mehr Arten auf dem Gelände tummeln könnten. Die Bestandsaufnahme fand im April und Mai 2019 statt, manche Arten könnten andere Jahreszeiten bevorzugen.

Die Resultate aus der grossen Artenzählung will der Botanische Garten am 25. und 26. Mai der Öffentlichkeit an einem 24 Stunden-Thementag (von 18 Uhr bis 18 Uhr) zur Artenvielfalt des Gartens präsentieren.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Fehlt noch der Dodo.... ?! was endemic to the island of Mauritius, east of Madagascar in the Indian Ocean
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
    Schön das wenigstens in Käfigen einige Tiere und Pflanzen überleben. In unserem Lebensraum, der Schweiz, wollen wir ja lieber alles zubauen mit Autobahnen, Infrastruktur und Wohnsilos. Sauber, steril und befreit von Ungeziefern und Kraut fühlt sich der Schweizer wohl und besichtigt am Wochenende alles im Zoo um dann der PFK die Verantwortung für den Schlamassel zu über geben.
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  • Kommentar von Lothar Drack  (samSok)
    Schöner Beitrag, frisch und spannend geschildert von Christoph Germann, wie der erste davonspringt und er den zweiten dann doch noch mit Frisbeescheibe einfangen kann:-)! Der wievielte hier abgebildet ist, erzählt der Käferexperte aber nicht. Und wie man sich die „gibeligäube“ Farbe vorstellen muss, bleibt im „Gegenlicht“ des üppigen Grün unserer Fantasie überlassen. Insgesamt spannend eben!
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    1. Antwort von marc kamer  (marc kamer)
      Drum am besten selbst mal wieder in den Botanischen Garten in Bern und schauen, ob man den Käfer vielleicht selbst entdeckt ;)
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