Brandanschlag auf Reithalle: Strafverfahren wird weitergeführt

Das Verfahren gegen einen Rechtsextremen, der 2007 in der Berner Reitschule einen Brandsatz gelegt haben soll, muss weitergeführt werden.

Ein Innenhof mit versprayten Mauern. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Reitschule, 2007 Ziel eines Brandanschlags. Keystone

Das Bundesstrafgericht hat eine entsprechende Beschwerde gutgeheissen. Die Bundesanwaltschaft wollte das Verfahren mit einem Strafbefehl erledigen. Dagegen reichte der Verein Musik und Kultur Rekurs ein.

Der Verein hatte im August 2007 das «Antifa-Festival» organisiert. An diesem wurde ein Konzertbesucher auf einen verdächtigen Rucksack aufmerksam, der vor dem Mischpult abgestellt war. Nachdem ein Security-Mitarbeiter den Rucksack im Freien deponierte, entzündete sich der Rucksack mit einer Stichflamme.

Dem mutmasslichen Sprengsatz-Bastler kam die Polizei ein Jahr später in einem anderen Zusammenhang auf die Spur. Der Mann stellte ein Gesuch für einen Waffenerwerbsschein, was die Polizei zu einer Hausdurchsuchung veranlasste, da Nachforschungen ergaben, dass der Mann in rechtsextremen und gewalttätigen Kreisen verkehrte.

Sendung zu diesem Artikel