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Der Einfluss von Corona auf Hochzeiten
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 12.06.2020.
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Corona-Übersicht Kanton BE Nach vier Monaten zurück zur Normalität

  • Die ausserordentliche Lage im Kanton Bern vorbei, das kantonale Führungsorgan beendet seinen Einsatz.
  • Heiraten wollte während des Lockdowns fast niemand im Kanton Bern, ausser in Notfällen.
  • Im Kanton Bern ist derzeit 3 Personen mit einer Covid-19-Erkrankung im Spital, keine davon befindet sich auf der Intensivstation. 97 Infizierte sind gestorben. (Stand 17.6.2020; der Kanton Bern aktualisiert die Zahlen jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag.)

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Vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Artikel. Er wird bis auf Weiteres nicht mehr aktualisiert.

Donnerstag, 18. Juni – Führungsorgan beendet den Einsatz: Nach vier Monaten beendet das kantonale Führungsorgan seinen Corona-Einsatz. Die Instrumente, welche für die Bewältigung der Krise aufgebaut wurden, werden nun in die ordentlichen Verwaltungsstrukturen überführt, meldet der Regierungsrat. Damit endet die ausserordentliche Lage.

Zur Begründung verweist der Regierungsrat auf die bundesrätlichen Lockerungen der Corona-Massnahmen und auf die auch im Kanton Bern stabil tiefen Zahlen von Neuinfektionen. Im Falle einer erneuten Eskalation könnte das Kantonale Führungsarbeit seine Arbeit sofort wieder aufnehmen.

Das Kantonsarztamt übernimmt die weiteren Aufgaben im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus.

Montag, 15. Juni: Schausteller habens schwer: Seit einem halben Jahr hat Werner Laubscher mit seiner Firma Laubscher Lunapark kein Einkommen. Schlechtes Wetter, wenig Besucherinnen und Besucher – damit könne man leben. «Aber jetzt sind unsere Einnahmen bei null», so Werner Laubscher, der gleichzeitig auch den Verein der Schweizer Schausteller präsidiert. Lange überlebe er das nicht.

Um wieder arbeiten zu können, habe man beim Bund ein Hygienekonzept eingereicht. Es gebe mögliche Schutzmassnahmen, es gebe die Möglichkeit, wieder kleinere Veranstaltungen durchzuführen. Aber bisher gab es laut Laubscher keine positiven Signale seitens des Bundes.

Zurzeit wird spekuliert, ob im September Anlässe bis 1000 Personen wieder möglich sein könnten. Das wäre ein Silberstreifen am Horizont fürs Schaustellergeschäft, so Laubscher: «Bei uns stirbt die Hoffnung zuletzt.» Sobald man grünes Licht bekomme, sei man sofort im Einsatz, um die Karusselle wieder aufzustellen.

Freitag, 12. Juni – Weitere Kita-Betreuungsperson in Biel positiv auf das Coronavirus getestet: Einen Tag, nachdem in Biel eine Kita wegen eines Coronafalls schliessen musste, ist in einer weiteren Kita eine Betreuungsperson positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie und ihre Gruppe befinden sich bis zum 22. Juni in Quarantäne.

Die beiden Bieler Coronafälle haben nach heutigem Kenntnisstand keinen ersichtlichen Zusammenhang, schreibt die kantonale Gesundheitsdirektion. In Biel sei kein sprunghafter Anstieg an Covid-19-Erkrankungen festzustellen.

Kaum «Geisterhochzeiten», aber mehr Nottrauungen: Wegen der Coronakrise wurden im Kanton Bern über 300 geplante Trauungen abgesagt respektive verschoben. Kaum jemand wollte während des Lockdowns ohne Gäste heiraten, schreibt die Kantonsverwaltung. Andererseits gab es mehr Trauungen aus dringenden Gründen.

Die Zivilstandsbeamtinnen und -beamten mussten überdurchschnittlich viele sogenannte Nottrauungen durchführen, weil einer der Ehegatten in akuter Lebensgefahr schwebte, heisst es in der Mitteilung. Solche Trauungen am Krankenbett seien eine spezielle, auch emotionale Herausforderung.

Donnerstag, 11. Juni – Kindergartenkind in Lyssach positiv auf das Coronavirus getestet: Der Unterricht könne normal weitergeführt werden, schreibt die Gesundheitsdirektion des Kantons Bern, es seien keine Quarantänen notwendig. Kinder und Lehrpersonen, die Symptome einer akuten Atemwegserkrankung entwickeln, sollen wie bisher zuhause bleiben und mit ihrem Haus- oder Kinderarzt Kontakt aufnehmen und sich testen lassen.

In Biel wird ab Freitag eine Kita geschlossen, weil sich jemand vom Team mit dem Coronavirus infiziert hat. Die Quarantäne-Zeit dauert laut Mitteilung der Gesundheitsdirektion bis Montag, so lange bleibe die Kita zu. Alle Mitarbeitenden, die mit der am Virus erkrankten Person in Kontakt standen, sollen sich testen lassen und während der vom Kantonsarztamt bestimmten Zeit in Quarantäne bleiben.

Eltern sollen ihre Kinder und sich selber nur testen lassen, wenn sie Symptome einer akuten Atemwegserkrankung haben oder solche entwickeln. Das Kantonsarztamt wird alle Personen im üblichen Contact Tracing betreuen und jeweils im Einzelfall klären, wo allenfalls Tests oder andere Massnahmen notwendig sind.

Berner Testzentrum ist nur noch wenig gefragt: Als das Drive-in am 2. April öffnete, wurden bis zu 350 Leute pro Tag getestet. Unterdessen kommen nach Angaben der Gesundheitsdirektion noch 30 bis 50 Leute pro Tag vorbei. Das Zentrum wird Ende Juni geschlossen – wenn auch noch nicht abgebaut, für den Fall, dass es wieder mehr Tests brauchen sollte.

Bisher wurden beim Corona-Drive-in auf dem Berner Messegelände 3850 Tests durchgeführt, davon waren 118 positiv, das sind 3 Prozent. Coronatests können weiterhin in ärztlichen Praxen und in Spitälern gemacht werden.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, diverse Sendungen ab 17.03.2020, 17:30 Uhr;

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