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Legende: Audio Max Frischkopf über den Cupfinal 1955, verpasste Chancen und Fanmärsche abspielen. Laufzeit 08:36 Minuten.
08:36 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 15.05.2019.
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Der erste Cupfinal des FC Thun «Das Volk, das wegen uns nach Bern lief, war beeindruckend»

Am Sonntag steht der FC Thun zum zweiten Mal in einem Cupfinal. Max Frischkopf war schon 1955 dabei – und erinnert sich.

64 Jahre ist es her, seit Thun zum letzten (und bisher einzigen) Mal in einem Cupfinal stand. Im strömenden Regen verloren die Berner Oberländer gegen den grossen Favoriten La-Chaux-de-Fonds 1:3. Max Frischkopf spielte vor 25'000 Zuschauerinnen und Zuschauern im alten Wankdorf auf dem linken Flügel.

Max Frischkopf

Max Frischkopf

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Der gebürtige Innerschweizer debütierte 1948 als 17-Jähriger in der 1. Mannschaft des FC Luzern. Mit 20 wechselte er zum FC Thun, später spielte er auch noch für Lausanne, La Chaux-de-Fonds und erneut Luzern, bevor er zurück zu Thun wechselte.

Spitzenfussball war damals noch ein Hobby, Frischkopf arbeitete hauptberuflich als Bauzeichner. Er wohnt seit mehr als 40 Jahren in Steffisburg, war verheiratet und hat zwei Töchter.

SRF News: Max Frischkopf, sind Sie nervös wegen Sonntag?

Max Frischkopf: Ein bisschen sicher, ja. Es ist lange her seit dem letzten Mal, da darf man schon ein bisschen nervös sein. Aber man darf den Glauben nicht verlieren, dass sie gewinnen können.

Wir waren nervös und hatten zu viel Respekt.

Wir waren 1955 gegen La-Chaux-de-Fonds auch Aussenseiter. Wir waren nervös und hatten zu viel Respekt. Das könnte am Sonntag auch so sein.

Wie lief dieser Cuptag ab, der Ostermontag 1955?

Es war sehr schön. Wir fuhren mit dem Car nach Bern, sonst fuhren wir immer mit dem Zug. Und auf dem Weg nach Bern – damals gab es noch keine Autobahn – war entlang der ganzen Strecke ganz viel Volk. Das war beeindruckend für die ganze Mannschaft, zu sehen ‹He, die laufen wegen uns nach Bern mit Fahnen, Kind und Kegel›.

Wie war es in der Garderobe, bevor Sie vor 25'000 Fans auf den Rasen traten – schaut man da nochmals in den Spiegel, ob die Frisur sitzt?

So eitel war ich nicht. Ich wusste, wie ich aussehe. Aber man hat vielleicht schon ein bisschen mehr darauf geschaut, dass man nicht zu «verhuschelet» raus ging.

Der Tag war richtig grausig.

Aber man muss eines wissen: Es hat damals vom Morgen bis am Abend geregnet. Der Tag war richtig grausig. Darum hat es mich überrascht, dass es so viele Zuschauer hatte.

Am Sonntag verfolgen Sie den Cupfinal live im Stadion. Wie häufig sind Sie sonst noch an den Spielen des FC Thun?

Praktisch nie. Erstens stiegen die Preise beim Umzug in die Stockhorn-Arena. Im Lachen-Stadion konnten wir älteren Spieler noch gratis an die Spiele. Heute haben sie lieber 5000 Plätze leer, als dass sie jemanden einladen würden. Aber es spielt mir keine Rolle mehr, ich sehe die Spiele ja am Fernsehen. Und ich bin auch nicht mehr so gut auf den Beinen, da hocke ich lieber zuhause, nehme ein Bierchen und schaue den Match.

Das Gespräch führte Matthias Haymoz.

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