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Sicherheitsdirektor Reto Nause: «Ein Eingriff der Polizei ist nicht unproblematisch»
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 02.07.2020.
abspielen. Laufzeit 05:02 Minuten.
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Die Jungen feiern ohne Schutz So will die Stadt Bern künftig illegale Partys verhindern

Die Polizei soll in der Stadt Bern illegale Partys frühzeitig unterbinden. Sicherheitsdirektor Reto Nause erklärt, wie.

Am Wochenende feierten hunderte, vielleicht tausende junge Menschen auf der Schützenmatte, dem Platz vor der Berner Reitschule. Die Musik war laut: «In der Nacht auf Sonntag sind aus der Region Bern Dutzende Lärmklagen eingegangen», schreibt die Kantonspolizei Bern. Weil auf dem Platz so viele Leute waren, schritt die Polizei zunächst nicht ein.

viele Leute dicht gedrängt am Feiern.
Legende: Wie viele Leute genau auf der Schützenmatte Party machten, ist unklar. zvg/20 Minuten

Erst am Sonntagmorgen beschlagnahmte die Polizei die Musikanlage, wie sie mitteilt, zwei Personen werden angezeigt.

Der Stadtpräsident Alec von Graffenried reagierte prompt: «Bisher verhielt sich die Jugend sehr diszipliniert. Jetzt plötzlich eine Party ohne jede Vorsichtsmassnahme, das geht gar nicht.» Die Stadt werde nun aktiv, damit so etwas nicht mehr passiere. Das nächste Mal müsse man früher einschreiten.

Die Polizei darf eingreifen

Um illegale Partys künftig zu verhindern, hat der Gemeinderat die Kantonspolizei beauftragt, unbewilligte Anlässe dieser Art im öffentlichen Raum frühzeitig zu unterbinden. Das teilt er am Donnerstag mit.

Zwei Polizisten stehen in Schutzmontur vor einem Polizeiauto.
Legende: Die Polizei soll künftig illegale Partys frühzeitig unterbinden und eingreifen. Keystone

Solche illegale Partys fänden zum Teil im Wald, zum Teil auf der Schützenmatte statt. Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause sagt: «Wenn einige Freunde draussen zusammen ein Bier trinken, ist das noch keine Party». Wenn sich allerdings plötzlich 20 Personen versammeln, eine Soundanlage installieren und daraus ein Fest von 200 Personen werde, dann werde man intervenieren. Das Coronavirus breite sich sonst unkontrolliert aus.

Wir können es nicht leisten, dass so viele Leute zusammen feiern.
Autor: Reto NauseSicherheitsdirektor Stadt Bern

Einsätze der Polizei seien aber nicht unproblematisch, so Nause. «Letzten Samstag wäre die Stimmung wohl gekippt.» Es hätte zu Attacken gegen die Polizei kommen können. Solche Auseinandersetzungen habe man auch im Ausland, in Stuttgart zum Beispiel, beobachten können.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12:03 Uhr;

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Marc Nager  (Marc Nager)
    Unfassbar, dass immer noch/schon wieder Unbelehrbare gibt, denen es nur um ihr eigenes Vergnügen geht. Als Angehöriger der Risikogruppe war ich jetzt brav über drei Monate in selbst auferlegter Quarantäne und war mir eigentlich sicher, dass Mitte Juni Schluss damit ist. Der Bundesrat hat gravierende Fehler begangen und ich fordere ihn dazu auf jetzt endlich hart mit Bussen und Festnahmen wenigstens einen Teil der Fehler zu korrigieren. Es gibt zu viele rücksichtslose Menschen & es reicht jetzt!
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  • Kommentar von Walter Bachmann  (Walter Bachmann)
    Es geht nicht nur um Clubs, Party feiern, ÖV, es muss auch dringend etwas gegen die Einreise in die Schweiz unternommen werden. Ferienbeginn mit Reisen aus und wieder in die Schweiz. Direkt von den Partys in den Flieger und retour in die Schweiz mit einer evt. Infektion welche bei der Einreise noch nicht feststellbar ist. Da ist dringender Handlungsbedarf angesagt.
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  • Kommentar von Ramani Plüss  (Die drei ???)
    Ich glaube,das Einzige, was uns im Endeffekt übrig bleibt, ist, uns anzugewöhnen, die Hygiene-und Distanzregelung einzuhalten, Masken zu tragen (auch wenn es mühsam und herausfordernd ist), unser Immunsystem hochzufahren,einander zu unterstützen und somit eine Vorbildfunktion für diejenigen sind, die noch nicht verstanden haben. Wir sitzen alle im selben Boot und sind aufeinander angewiesen. Das haben wir während des Lockdowns ja bereits bewiesen und gemeinsam hin gekriegt!!!
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