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Bern Freiburg Wallis Die neue Nespresso-Fabrik in Romont bringt nicht nur Segen

Billiges Bauland, 10 Jahre keine Steuern: Romont lässt sich die Ansiedlung von Nespresso rund 6 Millionen Franken kosten. Langfristig zahle sich das aus, sind die Stadtbehörden überzeugt. Doch es gibt im Städtchen auch kritische Stimmen.

Die goldene Kaffeebohne: «Offizielle» feiern in Romont die Grundsteinlegung der Nespressofabrik.
Legende: Vereint: Staatsrat Vonlanthen, Nestlé-Generaldirektor Bula, Nespresso-Chef Duvoisin und Romont-Stapi Brodard. SRF

Das Freiburger Städtchen Romont ist gespalten. Die einen freuen sich auf eine Belebung der Gemeinde. Und auf die zu erwartenden neuen Arbeitsplätze. Andere finden, Romont zahle einen hohen Preis, damit Nespresso zuziehe.

Bezahlt wird später 

Die Gemeinde Romont hat für 2 Millionen Franken teures Industrieland gekauft, um es dann günstiger an Nespresso weiter zu verkaufen. Zudem bezahlt der Konzern das Bauland erst in 10 Jahren. Solange werde man auch keine Unternehmenssteuern bekommen, sagt Stadtpräsident Roger Brodard: «Man muss das langfristig sehen. Später wird Nespresso sehr viel Steuern zahlen und helfen, unsere Infrastruktur auszubauen».

6 Millionen für Nespresso

Vorerst ist es jedoch die Stadt Romont, die investiert. Fast eine Million in ein Trottoir und einen Veloweg zum Fabrikgelände. Dieses musste die Stadt für 3 Millionen Franken von Altlasten sanieren.

Blick auf Romont mit der Nespresso-Baustelle im Vordergrund.
Legende: Vor den Toren von Romont wird die neue Nespresso-Fabrik (rechts im Bild) hochgezogen SRF

«Das hätten wir sowieso müssen, auch ohne Nespresso», erklärt der Stadtpräsident. Insgesamt rund 6 Millionen Franken muss Romont investieren, um Nespresso ansiedeln zu können. Das ist viel Geld für eine kleine Gemeinde mit 5000 Einwohnern und einem Budget von rund 20 Millionen Franken.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von R.käser, Zürich
    Warum wurden nicht mit der selben Methode um die Gunst von 100 KMU's geworben? Die hätten den selben erhoften Aufschwung versprächen können ohne Klumpenrisiko! Weshalb schmeissen die Behörden immer nur jenen Geld nach die den Mark sowieso schon diktieren? Wo bleibt da die Rechtstaatlichkeit? Ist das nur noch idiotisch oder voll korrupt? Schweizerbschautnhin und merkt Euch welch ungeheuerliches Unrechtbhier veranstaltet wird!
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  • Kommentar von Stefan Trümpler, Romont
    Zur Zeit herrscht jedenfalls eine (vorsichtige) Aufbruchstimmung, die dieser vernachlässigten Stadt gut tut. Die Ansiedelung internationaler Firmen hat ihr in der Vergangenheit viel Positives, aber auch Schockmomente gebracht. On verra et on espère... Übrigens: das Museum im Schloss oben in der reizvollen Altstadt ist kein "Museum für Kirchenfensterkunst", sondern das Vitromusée, das Schweiz. Museum für Glasmalerei und Glaskunst, ein Museum für Kunst und Gestaltung aus und mit Glas!
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    1. Antwort von Patrick Mülhauser, SRF
      Guten Tag Herr Trümpler. Danke für den Hinweis zum Vitromusée.
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  • Kommentar von Markus Gygli, 5046 Schmiedrued
    Und wenns nicht funktioniert und wie bei LEGO in Willisau die Farikation plötzlich nicht mehr benötigt wird ? Dann bezahlt einmal mehr wieder der kleine Mann die Zeche. Denn wir bekommen keinen Steuererlass für 10 Jahre.
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