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Legende: Audio (Kaum) zu verkaufen: das ehemalige Jugendheim Prêles abspielen. Laufzeit 03:06 Minuten.
03:06 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 20.03.2019.
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Ehemaliges Jugendheim Prêles «Ein Hotel daraus machen? Wahrscheinlich nicht»

Regierungsrat Christoph Neuhaus ist skeptisch, ob sich das frühere Jugendheim verkaufen lässt – ein Fachmann ebenfalls.

In der Märzsession entschied das Berner Kantonsparlament, dass keine abgewiesenen Asylbewerber in das ehemalige Jugendheim im Berner Jura einziehen. Die Gebäude stehen damit noch länger leer. Im Herbst 2016 waren die letzten Jugendlichen dort ausgezogen.

Mehrere Grossräte fordern nun die Regierung auf, die Gebäude in Prêles zu verkaufen. Doch die Chancen dafür sind gering. «Das sind mehrere Gebäude, in denen man Leute eingeschlossen hat», gibt Regierungsrat Christoph Neuhaus zu bedenken, «vor diesem Hintergrund ein Hotel daraus machen? Wahrscheinlich nicht».

Das sind mehrere Gebäude, in denen man Leute eingeschlossen hat.
Autor: Christoph NeuhausRegierungsrat

Doch die leerstehenden Gebäude auf dem Tessenberg kosten. Laut der Polizei- und Militärdirektion 520 Franken pro Tag. Deshalb müsse die Berner Regierung das ehemalige Jugendheim möglichst schnell verkaufen, sagen Grossräte der SVP und BDP.

Das Gebäude von aussen.
Legende: Früher ein Jugendheim, nun leer. Und künftig? Matthias Thomi/SRF

Die Chancen für einen Verkauf seien da, sagt SVP-Grossrat Fritz Wyss. Auch wenn das ehemalige Heim abgelegen liege. «Das könnte zum Beispiel die Gemeinde Plateau de Diesse sein, eine Stiftung oder private Investoren.» Dass es nicht gerade hunderte Interessenten gebe, sei den Motionären klar, so Wyss.

«Ich sehe keine Perspektive»

Immobilientreuhänder Ulrich Roth hat ein eigenes Büro in Biel und kennt den Markt in der Region. Er glaubt nicht daran, dass die Gebäude in Prêles verkauft werden können. «Weil ich keine Perspektive sehe, ausser jene, die im Kantonsparlament abgelehnt wurde. Es muss eine öffentliche Nutzung sein, da bin ich überzeugt.»

Für eine private Nutzung werde man wohl keine Investoren finden. Und wenn das ehemalige Jugendheim verkauft werden könne, dann sicher unter dem Wert der Liegenschaft.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Sahli (sahliu)
    Finanziell pfeifft der Kt. Bern aus dem letzten Loch. Und dann werden in Preles Millionen verpufft. Für mich ein absoluter Skandal und das mit meinen Steuergeldern. Wer steht dafür klar???
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (jolanda)
      Politiker (ob Regierungsmitglieder oder bloss als Grossräte) fordern oder verpuffen vieles in ihrer (meist) kurzen Amts-Zeit. Zur späteren Verantwortung kann man die meisten nie mehr belangen (sie sind ausgetreten oder nicht mehr gewählt worden)! Als Familienvater, KMU-Betreiber oder CEO in einem Grossbetrieb könnte niemand so "fuhrwerken" und leichtfertig mit "fremden Geld" umgehen! Herr Sahli, Geldverteilen kann jede(r) und bekommt noch Beifall! NEIN-Sagende werden schnell verdammt!
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  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    Renovieren und ein Erholungsheim einrichten.. schoene Lage in der Natur.. was will man mehr...?
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