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Eklat im Berner Stadtrat Erich Hess nicht gewählt

SVP-Stadtrat Erich Hess hat die Wahl zum Vizepräsidenten verpasst, und zwar deutlich.

Legende: Audio Berner Stadtrat verwehrt Erich Hess das Vize-Ratspräsidium abspielen. Laufzeit 01:29 Minuten.
01:29 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 17.01.2019.

In einer geheimen Wahl gaben die Berner Stadträtinnen und Stadträte Kurt Rüegsegger (SVP) den Vorzug. Rüegsegger bekam 51 Stimmen, Hess bloss 21. Rüegsegger nahm die Wahl an.

Wer wie gestimmt hatte, blieb zunächst unklar. Nur die Freie Fraktion hatte sich offen gegen Hess ausgesprochen, der aufgrund rassistischer und sexistischer Äusserungen als «höchster Berner» nicht in Frage komme.

Coup gelungen

Die Mitte-Fraktionen GLP und BDP/CVP wollten Hess zumindest eine Chance als zweiter Vize geben. Die FDP hatte Stimmfreigabe beschlossen. Die Fraktion SP/JUSO, GFL/EVP und GB/JA äusserten sich vor der geheimen Wahl nicht und landeten dann einen eigentlichen Überraschungscoup.

Nicht loyal

SVP-Fraktionschef Alexander Feuz hatte vergeblich für den offiziellen Kandidaten geworben. «Erich Hess weiss, dass er als Präsident einen anderen Hut trägt denn als Parlamentarier», sagte Feuz. Er sei initiativ und einsatzfreudig - «und wir kennen ihn alle: harte Schale, weicher Kern.» Nach der Wahl übte Feuz harte Kritik an Rüegsegger. Dass dieser die Wahl angenommen habe, sei «nicht loyal».

Die rot-grüne Mehrheit inklusive FDP wollte niemanden im Ratspräsidium, der die SVP-Parteilinie effektiv vertritt.
Autor: Erich HessSVP-Stadtrat

Erich Hess selber zeigte sich nach der Wahl nur wenig enttäuscht. Für ihn ist klar: «Die rot-grüne Mehrheit inklusive FDP wollte niemanden im Ratspräsidium, der die SVP-Parteilinie effektiv vertritt.»

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45 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (jolanda)
    Als parteiloser "alter Grufti" frage ich mich oft, warum denn eine Partei, die laut den vielen SVP-Phobien-Geplagten und der Medien, alles falsch macht und die "Schweiz angeblich in den Abgrund reitet" die wählerstärkste (fast 30 % WählerInnen) Partei werden konnte! Als bald 80-jährigen, einfachen Bürger, der ebenfalls seit Jahrzehnten die bewährten Werte (Selbstbestimmung, Freiheit und hohe Leistungsbereitschaft) hoch hält, wie es die gehasste SVP tut, werde auch ich oft zum "Hassobjekt".
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    1. Antwort von Steff Stemmer (Steff)
      Meine Grossmutter sagte ab einem gewissen Alter nach jeder Diskussion: "früher war alles besser". Alles Neue, jede Änderung, war eine Überforderung für sie. Vielleicht liegt es daran, an der Überalterung unserer Gesellschaft?
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    2. Antwort von Rolf Bolliger (jolanda)
      Auch meine Eltern glaubten an diese Redensart "Früher war alles besser". Einmal meinte mein Vater bei einem intensiven gesellschaftspolitischen Gespräch, ganz treffend: "Es ist nicht mehr wie früher, aber früher war es schon schlimm!" Damals nahm ich mir vor, dankbar zu bleiben, hier geboren worden zu sein. Darum schätze ich unsere bewährten Werte und Eigenarten immer wieder von Neuem! Eine Eigenart die nicht nur mir und Gleichgesinnten täglich Hass und Kritik einbringt, sondern auch der SVP.
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    3. Antwort von Steff Stemmer (Steff)
      Herr Bolliger, Ihre Werte in Ehren. Ihre Werte sind aber noch lange nicht für alle die Richtigen, deshalb immer von Hassern und Phobisten zu schreiben, ihre Gesinnugsgenossen als die einzig Wahren hinzustellen, ist grenzwertig und provoziert! Und ja, Kritik muss man ertragen will man pollitisch motivierte Kommentare schreiben. Es ist nichts absolut, auch wenn wir das gerne hätten. Alle Farben gemischt ergibt grau...
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    4. Antwort von Dani Lindenmann (Dani Lindenmann)
      Ob sie wohl den Unterschied zwischen Wahlberechtigten und Wählenden verstanden haben (rhetorische Frage). Ich hoffe, dass die stimmfaulen Bürger im Herbst ihren Allerwertesten vom Sofa hochkriegen und abstimmen gehen. Und dann bin ich gespannt was aus den fast 30 % wird. Wir haben wohl auch eine sehr unterschiedliche Ansicht zum Begriff „Werte“. Und nein,ich hasse die SVP nicht. Ich halte sie einfach für polemisch, kurzsichtig, lösungsunfähig und intellektuell nicht besonders herausfordernd.
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    5. Antwort von Rolf Bolliger (jolanda)
      Dass die bewährten Werte, die unser Ländchen Schweiz zu einem der erfolgreichsten Flecken auf der Welt machten, nicht für alle gute Werte oder Lebensgrundlagen bedeuten, ist auch mir immer klar gewesen. Ich finde es einfach bedauerlich, dass gewisse "Einheitswelt-Ideologen" in den Medien-Foren unter jede Meinung, die nicht ihrem völlig grenzenlosen Weltbild entsprechen, unter "antworten" eine egoistische Belehrung oder Verunglimpfung schreiben müssen. Ist es nur, weil die SVP erfolgreich ist?
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    6. Antwort von Charles Morgenthaler (ChM)
      @R.Bolliger: vielleicht liegt es auch daran, dass Sie immer und immer wieder die gleichen Redewendungen verwenden. "SVP-Phobien-Geplagte", "wählerstärkste Partei" und "SVP Hasser" sind nur einige davon. Diese ewig gleiche Leier gehen mir und vielen anderen Usern halt langsam auf den Geist. Weder hasse ich die SVP noch bin ich von Ängsten geplagt, ich bin bloss nicht mit ihrer Politik einverstanden und noch weniger mit den oft einfältigen Kommentaren ihrer Unterstützer.
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    7. Antwort von Florian Kleffel (Hell Flodo)
      Herr Morgenthaler hat es schon gesagt, aber eines noch vergessen: Was am meisten auf die Nerven geht, ist der stetige Anspruch, als Minderheit (oder wie bei der MEI hauchdünne Mehrheit nur der Abstimmenden) die Meinung des „Volkes“ zu vertreten. Man erntet, was man säht.
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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    Wie kann man SVP-Vertreter wählen, wenn Hess "die Parteilinie effektiv vertritt"? Da muss schon ein gehörig Mass an Wille zur Radikalisierung dahinterstecken; produktiv oder pragmatisch ist das nicht.
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  • Kommentar von Dani Lindenmann (Dani Lindenmann)
    "Spannendes" Demokratieverständnis der Kommentarschreiber aus dem rechten Lager. Aber vielleicht hilft das ja dem einen oder andern Leser mal das eigene Hirn zu nutzen- tu nicht weh - statt nur populistischen, faktenfreien Parolen hinterher zu laufen?
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