Fahrende sorgen bei Strafanstalt Witzwil für Wirbel

Auf dem Gelände der Strafanstalten Witzwil haben sich derzeit rund 350 ausländische Fahrende in über 100 Wohnwagen niedergelassen. Der Aufenthalt verläuft nicht konfliktfrei. Anwohner klagen über Lärm, Verunreinigungen und Sachbeschädigungen.

Wohnwägen und Autos Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ausländische Fahrende finden in der Schweiz kaum geeignete Plätze. Keystone (Symbolbild)

Die Behörden bitten die Anwohner um Geduld. Die Fahrenden hätten Verantwortlichen des Kantons zugesichert, das Gelände bis am Abend des 1. Juni zu verlassen, schreibt die bernische Polizei- und Militärdirektion in einer Mitteilung vom Dienstag.

Vergangene Woche reisten ausländische Fahrende an. Der Kanton Bern stellte ihnen als Sofortmassnahme das Gelände in Witzwil als provisorischen Rastplatz zur Verfügung und richtete dort auch sanitäre Anlagen ein.

Gebür für sanitäre Einrichtungen

Unterdessen wuchs die Zahl der Fahrenden auf rund 350 Personen an. Sie zahlen nach Angaben des Kantons eine Gebühr, mit der ein Teil der Kosten für die sanitären Einrichtungen und Sicherheitspersonal bezahlt wird. Das Sicherheitspersonal einer privaten Firma ist dauernd präsent und auch die Polizei ist im Einsatz.

Die Polizei- und Militärdirektion zeigt Verständnis für den Unmut der Anwohner, plädiert aber gleichzeitig auch für Toleranz. Die Behörden setzten alles daran, dass der temporäre Aufenthalt der Fahrenden in möglichst geordneten Bahnen verlaufe und die Regeln eingehalten würden.

Sendungen zu diesem Artikel