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Legende: Audio Die Erstklässler in Corminboeuf lernen spielerisch Deutsch abspielen. Laufzeit 05:56 Minuten.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 24.06.2019.
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Förderung der Zweisprachigkeit Fremdsprache bereits im Kindergarten

Im französischsprachigen Dorf Corminboeuf wird ab dem Kindergarten eine Stunde pro Woche Deutsch gesprochen.

Freiburg ist zwar ein zweisprachiger Kanton. Der Unterricht in den Dörfern findet jedoch entweder auf Deutsch oder auf Französisch statt. Die Partnersprache wird offiziell erst ab der dritten Primarklasse gelernt, so wie auch in den Kantonen Bern und Wallis.

In Corminboeuf ist dies jedoch anders. Das Dorf liegt auf der Sprachgrenze, fünf Kilometer westlich der Kantonshauptstadt Freiburg. Seit 20 Jahren besucht Lehrerin Lydia Wegmüller jede Klasse einmal pro Woche – vom Kindergarten bis zur 6. Primarstufe. Sie unterrichtet Deutsch, vor allem Konversation. Es wird gespielt, gesungen und gemalt. «Ich versuche alle Sinne anzusprechen», sagt Wegmüller.

Ein früher Kontakt mit einer Fremdsprache erleichtert vieles.
Autor: Lydia WegmüllerDeutschlehrerin

Wenn der Kontakt mit der Fremdsprache früh passiere, sei dies sicher gut, ist die Deutschlehrerin überzeugt. Der Deutschunterricht ab dem ersten Kindergarten war ursprünglich ein Pilotprojekt der Freiburger Erziehungsdirektion.

Turnunterricht auf Französisch

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Die Deutschlehrerin im Kindergarten.
Legende:Patrick Mühlhauser/SRF

Der Deutsch- beziehungsweise Französischunterricht beginnt im Kanton Freiburg in der 3. Primarklasse. Seit 2009 hat Freiburg ein Konzept zur Förderung der Partnersprache, seit 2017 gibt es ein entsprechendes Reglement. Gefördert werden Schüleraustausche und immersiver Unterricht, also Unterricht, in dem Kinder in ein fremdsprachiges Umfeld versetzt werden.

Bisher fanden Projekte in der Partnersprache vor allem auf der Orientierungsstufe (7.-9. Sek) statt. In diesem Schuljahr machen auch einige Primarschulen mit. In Schmitten wird in der 5. Primarklasse textiles Gestalten für einige Lektionen in Französisch unterrichtet. In Ueberstorf werden die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Primarklasse im Turnen zum Teil auf Französisch angeleitet.

Als der Versuch eingestellt wurde, engagierte die Gemeinde Corminboeuf die Deutschlehrerin selber. «In Freiburg ist Deutsch wichtig», begründet Gemeinderätin Isabelle Bussey diesen Entscheid. «Es ist eine Investition in die Zukunft». Den Kindern gefällt der Unterricht. Der siebenjährige Adrien zum Beispiel sagt, er könne Deutsch gut brauchen: «Zum Beispiel wenn wir Ferien machen – dort wo man Deutsch spricht.»

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Krebs Alfred  (A.Santiago)
    Es ist sehr wichtig, dass Fremdsprachen bereits in sehr jungen Jahren gefördert wird. Meine beiden Enkelkinder 3 und 6 Jahre alt leben im Ausland. Sie besuchen eine Einrichtung die Kinder vom Säugling bis zur 6. Klasse betreuen. Die beiden Enkelkinder sprechen in dieser Einrichtung Spanisch und spielerisch Englisch. Zuhause sprechen wir noch Schweizerdeutsch. Es erstaunt mich immer wieder, wie die beiden Englisch verstehen und mit uns zwischen den drei Sprachen herumseitschen.
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    1. Antwort von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
      Kenne ich von Suedafrika.. das Kind 5 spricht Sotho, versteht SiZwati, spricht english, und zwar besser als ich.. und noch etwas Afrikans, das sie gerade neu begonnen haben im Kindski
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  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Warum nicht... dort wird ja sehr spielerisch gelernt... aber man sollte nicht mal hue und dann wieder hot.. Lehrt die Kinder verschiedene Sprachen (Weltsprachen) und bleibt dabei durch die ganze Schule!!!
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