Zum Inhalt springen

Gegen Zweitwohnungen Airbnb & Co sind in der Berner Altstadt unerwünscht

Die Stadtregierung will die Bauordnung so anpassen, dass in der Altstadt wieder vor allem Einheimische wohnen.

Legende: Video Bern will Airbnb teilweise verbieten abspielen. Laufzeit 3:18 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 16.05.2018.

Die Berner Stadtregierung will gegen regelmässiges Vermieten von Wohnungen in der Altstadt an Touristen und Geschäftsleute vorgehen. Sie will dazu die Bauordnung anpassen.

Die geplante neue Regelung

«In der Unteren und Oberen Altstadt soll es in den Gebäudeteilen, die nach der Bauordnung für das Wohnen reserviert sind, in Zukunft nicht mehr zulässig sein, Wohnungen in Zweitwohnungen umzuwandeln und regelmässig für kurze Dauer an nicht Niedergelassene zu vermieten.»

Der Wohnraum in der Stadt solle primär der Wohnbevölkerung zur Verfügung stehen, schreibt der Gemeinderat. In der Altstadt habe es in den letzten Jahren vermehrt Angebote für «temporäre Wohnformen» gegeben. Damit dürften Angebote an Geschäftsleute und Kunden von Buchungsplattformen wie Airbnb gemeint sein.

Lebendige Lauben

Mit der Teilrevision der Bauordnung schlägt die Stadtregierung noch weitere Neuerungen vor. So sollen die Laubengeschosse der Unteren Altstadt in Zukunft Detailhandelsgeschäften, Beizen, dem Kleingewerbe und kulturellen Nutzungen vorbehalten sein.

Finanzdienstleister und dergleichen sollen keinen Platz haben. Die Untere Altstadt solle «ein lebendiger Ort für Bewohner und Besucher» bleiben, schreibt der Gemeinderat zur Begründung.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Markus Schaub (Markus Schaub)
    Wären die Mietzinse in der Altstadt nicht dermassen hoch, würde manch einer hier wohnen. Daher: Mietzinse runter - dann kommen auch wieder Einheimische da wohnen. Aber so wie es jetzt ist, kann sich das Otto-Normal-Bern-Mensch nicht leisten - schon gar nicht Jemand im Rentenalter mit AHV und Pensionskasse.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Der Wohnraum in der Stadt solle primär der Wohnbevölkerung zur Verfügung stehen, was auch richtig ist. Der Wohnraum in der Stadt solle primär der Wohnbevölkerung zur Verfügung stehen. Mit Airbnb werden viele suchende Mieter verdrängt, da einige Schlaue mit der Vermietung ihrer Wohnung/Zweitwohnung schnell zu gutem und leicht verdientem Geld kommen wollen. Die Berner Regierung handelt richtig und es wäre zu wünschen, dass andere Städte diesem Beispiel folgen würden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Patric Huber (Patric Huber)
      Propaganda der Hotellobby.... Wer durchschnittliche Einheimische kann sich dort doch gar kein Heim mehr leisten. Ausser er vermietet zum Beispiel bei Abwesenheit an Airbnb Gäste. Ich bin sogar zu Hause wenn die die Gäste da sind. Ausserdem möchte ich mit meinem Eigentum machen was ich will und nicht immer neue Vorschriften von Leuten welche die Ursachen für einen überteuerten und knappen Wohnungsmarkt am falschen Ort suchen! Übrigens... es gibt auch andere Plattformen als Airbnb...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen