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Legende: Audio Wie die Tagesschule Münster entstanden ist abspielen. Laufzeit 06:27 Minuten.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 22.08.2019.
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Gemeinsame Schule im Goms Ein neues Schulmodell gegen die Abwanderung?

Seit dem neuen Schuljahr werden die Kinder im oberen Goms am selben Ort unterrichtet. Das weckt Hoffnungen.

Die neue Tagesschule ist die erste im Oberwallis – und für ein 450-Seelen-Dorf wie Münster ein innovatives Projekt. Innerhalb von rund einem Jahr haben sich die Gemeinden Goms und Obergoms darauf geeinigt, alle Kinder zwischen Niederwald und Oberwald am selben Ort zu unterrichten, vom Kindergarten bis zur achten Klasse. Auch eine Kindertagesstätte und ein Mittagstisch sind integriert.

Dank der Tagesschule mit Blockzeiten will die Bergregion attraktiver werden für Familien, sagen die Verantwortlichen.

Abwanderung ist ein grosses Problem. Wir hoffen, dass wir mit der Tagesschule Gegensteuer geben können.
Autor: Bernhard RitzPräsident Regionalrat Tagesschule Münster

Ob das gelingt, wird erst die Zukunft zeigen. Klar ist indes, dass es langfristig die wohl einzige Möglichkeit war, die Schule in der Region zu sichern.

Bis zu den Sommerferien wurden die Kinder im oberen Goms an fünf verschiedenen Standorten unterrichtet. Die Idee einer «gerechten Verteilung» der Schulkinder auf mehrere Dörfer stiess aber zunehmend an ihre Grenzen.

Als das Walliser Bildungsdepartement im Zusammenhang mit einem Beitragsgesuch für die Sanierung des Regionalschulhauses in Münster signalisierte, so könne es nicht weitergehen, einigten sich die Gemeinden Goms und Obergoms auf eine gemeinsame Schule für alle Schulstufen.

Insgesamt sollen in den nächsten Jahren 5.5 Millionen Franken investiert werden. Auch der Kanton Wallis beteiligt sich an den Umbaukosten.

Kann das Schulprojekt die Abwanderung stoppen?

Kann das Schulprojekt die Abwanderung stoppen?
Legende:Heike Mayer, Wirtschaftsgeographin Uni BernSRF

Die Meinung der Expertin ist klar: Eine zentrale Tagesschule alleine vermag die Menschen nicht zum Bleiben zu bewegen. «Es braucht auch Arbeitsplätze, einen guten ÖV und eine funktionierende Gesundheitsversorgung, um die Leute zu halten», sagt Heike Mayer, Wirtschaftsgeographin an der Universität Bern.

Dennoch könne das Schulzentrum ein Baustein sein, um die Abwanderung zu bremsen. «Für Randregionen gilt es vor allem, die junge Bevölkerung zu halten.» Zwar würden viele junge Leute zum Studieren in die Stadt gehen, aber bei der Familiengründung zurückkommen. Aber nur, wenn es Kitas und eben Schulen gebe.

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