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Bern Freiburg Wallis Gummischrot gegen Antifa-Demo in Bern

Erneut haben Linksautonome zur Kundgebung in Bern gerufen. Die Polizei stellt sich ihnen entgegen. Am Samstagnachmittag war ein Katz- und Maus-Spiel im Gang.

Legende: Video Polizei kesselt Demomstranten ein abspielen. Laufzeit 0:25 Minuten.
Aus News-Clip vom 17.10.2015.

Ein antifaschistischer Spaziergang ist in der Berner Innenstadt am Samstagnachmittag nach kurzer Zeit gestoppt worden. Die Polizei kesselte die Demonstranten ein und setzte Gummischrot ein, als diese eine Kette von Polizisten durchbrechen wollten.

Ein erster Demonstrationszug bei der Reitschule habe sofort gestoppt und zurückgeschickt werden können, sagte eine Mediensprecherin der Kantonspolizei Bern. Laut einer Reporterin der Nachrichtenagentur SDA formierte sich gegen 14 Uhr eine Gruppe Demonstranten bei der Heiliggeistkirche vor dem Bahnhof. Als sie in Richtung Hirschengraben zogen, wurden sie auf der Höhe des Mediamarkts von der Polizei eingekesselt.

Gummischrot und Abtransporte

Eine weiterer Demonstrationszug wurde kurze Zeit später in der Spitalgasse eingekesselt. In dieser Gruppe waren laut der Mediensprecherin auch Kinder. Die Polizei habe Personenkontrollen durchgeführt. Jene Demonstranten, welche sich der Kontrolle widersetzt hätten, seien zur Polizeiwache abgeführt worden, sagte die Sprecherin weiter.

Einige Demonstranten hätten versucht, die Kette der Polizisten zu durchbrechen - dabei habe die Polizei Gummischrot eingesetzt. Der Verkehr war vom Bubenbergplatz bis zur Spitalgasse unterbrochen. Am späteren Nachmittag hatte sich ein neuer Demonstrationszug in der Länggasse gebildet.

Zweiter Versuch

Bereits am vergangenen Samstag war ein antifaschistischer Abendspaziergang in Bern geplant gewesen. Diesen hatte die Polizei verhindert.

Zur neuerlichen Kundgebung am Samstagnachmittag hatte die «revolutionäre Jugend Gruppe» aufgerufen. Eine gute Stunde vor dem angekündigten Kundgebungsbeginn bei der Heiliggeistkirche beim Bahnhof fuhr die Polizei in der Innenstadt mit Mannschaftswagen, Wasserwerfern und Polizeiangehörigen in Vollmontur auf.

Im Einsatz stehen auch Angehörige aus Polizeikorps anderer Kantone des Nordwestschweizer Polizeikonkordats, wie aus den Nummernschildern der Polizei-Mannschaftswagen zu schliessen ist.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Die Reithalle sollte schnellstens in eine Asylunterkunft umfunktioniert werden, um die Platznot im Asylwesen zu lindern.
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  • Kommentar von markus kohler (nonickname)
    Die SVP dankt den Demonstrantinnen/en für ihre Aktion. Der Reflex rechts zu wählen wurde diesen Unsinn verstärkt. Man kann sich über diese dumme Kiddy-Veranstaltung nur ärgern.
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  • Kommentar von Marcus W. (woodzman)
    Chaoten? Kosten für den Spaziergang? Ich sehe nur friedliche Demonstranten und tausende Polizisten... Moment: wer oder was ist hier gewaltbereit? Und wer oder was generiert hier bitte die Kosten? Hier werden Millionen von Steuergeldern ausgegeben um freie Meinungsäusserung und Demonstrationsfreiheit gewaltsam zu unterbinden... und im gleichen Zug wird gepoltert und gequengelt, wie "böse" Flüchtlinge und (pro-)soziale Politik Staatsgelder verschwenden. Das ist weit mehr als nur bedenklich.
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