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Kontroverse um ein neues Kurtaxen-Reglement
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 22.11.2019.
abspielen. Laufzeit 05:31 Minuten.
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Höhere Tourismusabgaben Ist die Kurtaxe in der Aletschregion bald doppelt so hoch?

Die Ferienorte rund um den Aletschgletscher wollen die Kurtaxen erhöhen. Die Zweitwohnungsbesitzer wehren sich.

Wer in einem Chalet auf der Riederalp oder der Fiescheralp übernachtet, soll pro Nacht bald 4.90 Franken Kurtaxe bezahlen. Anstatt 2.50 Franken wie bisher. Mit dieser Erhöhung soll die Destination weiterentwickelt werden.

Das ist ein Meilenstein für uns.
Autor: Raoul CalameGeschäftsführer Aletsch Arena AG

Unter anderem vorgesehen ist die Einführung einer elektronischen Gästekarte, mit der im Sommer verschiedene Bahnen kostenlos genutzt werden können. Aus der Sicht von Raoul Calame, Geschäftsführer der Aletsch Arena AG, ist die Erhöhung der Kurtaxe ein Meilenstein und «für die Entwicklung der Region unabdingbar.»

Pauschale für Zweitwohnungen

Eingeführt werden soll mit diesem neuen Reglement auch eine Kurtaxen-Pauschale für Zweitwohnungen: Für die Erhebung dieser jährlichen Gebühr wird die durchschnittliche Belegung mit der Anzahl Betten und dem Kurtaxensatz multipliziert. Die Verantwortlichen rechnen dabei mit einer durchschnittlichen Belegung von bis zu 57 Tagen pro Jahr.

«Diese Zahlen sind zu hoch», sagt Peter Koch, Präsident der IG Fiescheralp. Er könne nicht nachvollziehen, wie diese Berechnungen zustande gekommen seien. Zusammen mit rund 500 Besitzerinnen und Besitzern von Zweitwohnungen auf der Rieder-, Bettmer- und Fiescheralp wehrt er sich gegen das neue Reglement.

Wir verstehen nicht, wie diese Berechnungen zustande gekommen sind.
Autor: Peter KochPräsident IG Fiescheralp

Die Gemeinden und die Tourismusorganisation Aletsch Arena AG verteidigen sich: Die Zahlen seinen extern berechnet worden. Unter Berücksichtigung verschiedener Bundesgerichtsurteile, welche die durchschnittliche Belegung in anderen Walliser Ferienorten nach unten korrigiert hatte.

Wohnungsbesitzer verteilen Flugblätter

Das neue Kurtaxenreglement kommt in den nächsten Tagen in den sechs Gemeinden der Aletschregion vors Volk. Im Vorfeld haben die Zweitwohnungsbesitzerinnen und -besitzer Flugblätter verteilt und für eine Ablehnung geweibelt. Direkt mitentscheiden können sie nicht: Die meisten wohnen nicht in der Region und sind deshalb nicht stimmberechtigt an den Gemeindeversammlungen, auf Walliserdeutsch «Urversammlungen».

Sollten alle Urversammlungen zustimmen, bleibt den IG-Mitgliedern der Gang ans Bundesgericht. Sie haben bereits angekündigt, den Rechtsweg zu beschreiten.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Adi Berger  (Adi B.)
    Zweitwohnungsbesitzer sind in der Regel im Rahmen der interkantonalen Steuerausschwidung an ihrem Ferienort steuerpflichtig. Mit diesen erheblichen Steuerbeträgen helfen sie mit zB die Dorfschulen, Sozialhilfe usw. zu finanzieren, die sie nie beanspruchen. Defizitäre Bergbahnen, Schwimmbäder usw. werden zudem oft nicht nur aus Kurtaxengeldern sondern auch durch Steuermittel unterstützt. Die Tourismusanlagen sollten allesamt nach dem Verursacherprinzip finanziert werden,
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  • Kommentar von Toni Miotti  (Toni2)
    In anderen Regionen des Wallis, Leukerbad, Goms, ist diese Abgabe schon Tatsache. Sie hat dort zu viel Ärger und juristischem Hickhack geführt. Trotzdem kenne ich keinen, der in der Folge sein Feriendomizil verkauft hätte.
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  • Kommentar von Kobi Fischer  (Kobeli)
    Wenn ihr wollt, dass wir nicht mehr kommen, dann nur weiter so.
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