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Bern Freiburg Wallis Hooligan-Konkordat: Der Polizeidirektor kritisiert die Gegner

Der bernische Polizeidirektor Hans-Jürg Käser sieht der Abstimmung über das verschärfte Hooligan-Konkordat mit Zuversicht entgegen. Er sei überzeugt, dass die «massvolle Vorlage» am 9. Februar eine deutliche Mehrheit finden werde. Käser spart jedoch nicht mit Kritik am gegnerischen Komitee.

Drei Männer sitzen an einem Tisch.
Legende: Für die Verschärfung: Polizeikommandant Stefan Blättler, Regierungsrat Hans-Jürg Käser und Berns Gemeinderat Reto Nause. SRF

Bern lässt als dritter Kanton über das Konkordat abstimmen. Auch in Zürich und Zug war das Referendum ergriffen worden; in beiden Kantonen stimmten über 80 Prozent für die Verschärfungen, wie Käser vor den Medien in Erinnerung rief. Er spreche mit vielen Leuten auf der Strasse, «dort ist ganz einfach die Meinung vorherrschend, dass jetzt endlich etwas gehen muss». Die Anpassungen im Konkordat seien moderat und richteten sich lediglich gegen gewaltbereite Fans. Die grosse Mehrheit der Matchbesucher werde die Änderungen kaum je zu spüren bekommen.

Schon heute würden alle Spiele auf ihr Risikopotenzial hin beurteilt. Etwa fünf Prozent der Partien würden als Hochrisikospiele taxiert, die zusätzliche Sicherheitsmassnahmen erforderten. Mit dem Konkordat werde beispielsweise die gesetzliche Grundlage für ein Alkoholverbot geschaffen, insbesondere im Gästesektor.

Bei Hochrisikospielen sollen die Behörden auch verfügen können, dass für den Gästesektor ein Kombi-Ticket gekauft werden muss - bestehend aus Eintrittsbillet und Zugs- oder Busticket. Dieses System habe sich in Holland und Belgien bewährt, betonte Käser. Es sei klar, warum das Kombiticket bei Schweizer Fans so verhasst sei: «Weil sie mit diesem System keine unbewilligten Fanmärsche mehr erzwingen können.»

Der Kanton Bern stimmt am 9. Februar über die Änderung des «Konkordates über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen» ab.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Dennis Briechle, Biel/Bienne
    Die Behauptung, das Kombiticket sei verhasst «Weil [die Fans] mit diesem System keine unbewilligten Fanmärsche mehr erzwingen können.» ist eine böswillige Unterstellung von RR Käser. Das Kombiticket ist ein Unding, weil es einfach nicht sein kann, dass ich z.B. nach einem Arbeitstag in Bern extra nach Biel reisen muss, um dann im Fanzug zurück nach Bern zu fahren um ein Auswärtsspiel meines Teams sehen zu können.
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