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Legende: Audio Weshalb ist es Kunst, 25'000 Franken zu verschenken? abspielen. Laufzeit 03:59 Minuten.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 03.09.2019.
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Im Namen der Kunst Dieser Mann verschenkt 25'000 Franken

Kunst im öffentlichen Raum mal anders: Die Bewohner des Berner Nordquartiers sollen sich mit dem Geld Wünsche erfüllen.

Mit dem Kunstprojekt «Künstler verschenkt 25'000 Franken» von Florian Graf können alle Bewohnerinnen und Bewohner der Berner Quartiere Breitenrain und Lorraine einen Wunsch einreichen, wozu sie einen Teil der 25'000 Franken brauchen würden. Florian Graf wählt dann einige Wünsche aus und die kriegen dann auch das Geld.

Alles ist möglich

An einem Wochenende Ende August konnten die Anwohner ihre Wünsche vortragen. Ein Kind wünscht sich fünf Bikes, eine Frau Geld für ein Tattoo. Zwei Freundinnen möchten ein Talentmuseum im Quartier realisieren.

Es ist egal, ob die Wünsche für das eigene Wohl oder gemeinschaftlich orientiert sind. Florian Graf, der Künstler, der das Geld verschenkt, lässt sich nicht in die Karten blicken, wem und wieso er schlussendlich Geld gibt.

Woher kommen überhaupt die 25'000 Franken?

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Im Herbst 2018 gewann der Basler Künstler Florian Graf den Wettbewerb «Kunstplätze», welchen die Kommission für Kunst im öffentlichen Raum für den Berner Stadtteil V (Breitenrain-Lorraine) ausgeschrieben hatte.

Seine Idee: Er verschenkt die für die Umsetzung des Kunstprojektes reservierte Summe von insgesamt 25'000 Franken an Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Nordquartier.

Sein Ziel ist es, ausgewählte Wünsche aus der Bevölkerung zu erfüllen. Er wird aber auch alle Wünsche dokumentieren und so ein Porträt des Nordquartiers anhand von dessen Sehnsüchten und Bedürfnissen entstehen lassen.

Kann das wirklich wahr sein?

In den Berner Stadtteilen Breitenrain und Lorraine war die Skepsis gross, als plötzlich Plakate auftauchten mit der Bitte, Wünsche einzureichen.

Die Plakatkampagne.
Legende: Die Plakatkampagne. ZVG/Stadt Bern

«Ich dachte, das sei ein Fake», sagt ein Quartierbewohner, «es gibt doch Nichts geschenkt.» Eine Frau fand vor allem ihren eigenen Gedankenverlauf spannend: «Meine erste Frage war: Was wünsche ich mir für mich persönlich – und dann habe ich weiter überlegt und auch andere Sachen aufgelistet, die nicht nur für mich sind.»

Genau das sei die Kunst am Ganzen, so Florian Graf. Wenn man selbst das Plakat betrachtet und auf Ideen kommt, die wiederum andere inspirieren, dann habe sein Projekt sein Ziel erreicht.

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