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Bern Freiburg Wallis Im Tiefschlaf von den Drogen weg

Das Spital Interlaken therapiert Drogensüchtige unter Narkose. Sozusagen im Schlaf werden sie drogenfrei. 20 Personen wurden bislang so behandelt. Hat man in der Behandlung von Heroinsüchtigen also ein Allheilmittel gefunden?

Legende: Audio Patient Thomas Lengacher spricht über die Therapie (3.12.2013) abspielen. Laufzeit 02:26 Minuten.
02:26 min, aus Regi BE FR VS vom 03.12.2013.

Der Drogenentzug unter Narkose scheint vielversprechend zu sein. Von den 20 bisher behandelten Personen in der Schweiz sind zwei Drittel clean geblieben. Dennoch: Patrizia Manndorff, die ärztliche Direktorin am Spital Interlaken, die Behandlung durchführt sagt: «Drogensüchtige von der Strasse weg zu therapieren, ist kaum realistisch.»

Zufällige Erfolge? Studie soll Klarheit bringen

Thomas Lengacher hat die Behandlung bereits hinter sich. 25 Jahre lang war der 44jährige Berner süchtig. Verschiedene Therapien hat er hinter sich. Die Gier nach Heroin und Kokain waren stärker. «Dieses Reissen ist jetzt weg», sagt er gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF.

Beim Narkose-Entzug werden im Gehirn des Süchtigen die sogenannten Opiat-Rezeptoren blockiert, so dass das natürliche Gleichgewicht wieder hergestellt ist. Nach der Behandlung müssen die Patienten noch das Medikament Naltrexon einnehmen. Dieses hat Thomas Lengacher unterdessen auch abgesetzt.

Mit einer Studie soll jetzt geklärt werden, ob die Erfolge zufällig sind. Zusammen mit der Universität Bern ist das Spital Interlaken jetzt daran, diese Studie aufzugleisen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Jürg Mettler, Thun
    Das ist eine gute das Nachricht. Ich hoffe für das Team die daran arbeiten viel viel Erfolg,und möchte darn bleiben wie es weiter geht. Jede Sucht hat ihren Urschbrung, und die meisten schämen sich dafür. Weil man glaubt ein Sucht sei keine Krankheit sondern ein fehlverhalten. Dank und vieleicht können auch irgend wann auch andere Süchtigen wieder LEBEN. GRUSS J.Mettler
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